Bjelica stellt sich vor müde Austria-Kicker

Bundesliga

Bjelica stellt sich vor müde Austria-Kicker

Austria-Trainer: "Es ist absolut menschlich, was derzeit bei uns passiert"

Österreichs Fußball-Meister Austria hat eine Woche zum Vergessen erlebt. Am Dienstag blamierten sich die Wiener im Cup gegen den Regionalligisten Kalsdorf 1:2, am Samstag setzte es dann in der Bundesliga gegen Schlusslicht Admira ein 0:1. Die Vorzeichen fürs zweite Match in der Champions League am Dienstag (18.00 Uhr/live Puls 4 und Sky) auswärts gegen Zenit St. Petersburg sind alles andere als rosig.

Nach der Cupblamage in der Steiermark hatte Cheftrainer Nenad Bjelica noch harte Kritik an seinem Team geübt. Nach dem Admira-Match schlug der Kroate jedoch ganz andere Töne an. Durch die hohe Belastung und die aktuelle Verletzungsserie sei sein Team einfach körperlich am Limit. "Es ist absolut menschlich, was derzeit bei uns passiert. Ich stelle mich vor die Mannschaft. Wenn man einen Schuldigen sucht, dann bin ich das als Trainer", meinte Bjelica.

Die Ergebnisse der vergangenen Wochen sprechen eine klare Sprache, denn von den jüngsten sieben Pflichtspielen haben die Violetten nur eines gewonnen. "Wir haben eine Serie von Spielen, in denen wir nicht unser Potenzial auf den Platz bringen können. Gegen die Admira hat jeder gesehen, dass wir mit den Belastungen nicht zurecht kommen. Die Spieler haben nicht die notwendigen frischen Beine, um ihre normalen Leistungen zu bringen. Deshalb leidet unser Spiel", analysierte Bjelica.

Dass sich sein Team in einer kleinen Krise befindet, das bestritt der 42-Jährige nicht. "Wenn man in vier Tagen zwei solche Spiele verliert, dann kann man schon von einer Krise sprechen. Aber die Spieler versuchen alles, nur der Körper spielt nicht mit. Diese Situation müssen wir akzeptieren." Bis zum Match gegen Zenit gelte es nun, sich zu konzentrieren und vor allem zu regenerieren. Trotz der Verletzungen von Schlüsselspielern wie Marko Stankovic, Daniel Royer, Alexander Grünwald und Alexander Gorgon ist sich Bjelica sicher, dass er die Reise am Montag nach St. Petersburg mit 18 fitten Spielern antreten wird.