constantini

Vertragsverlängerung

Didi lässt ÖFB zappeln

Alle möchten, dass Teamchef Didi Constantini bis 2012 bleibt. Aber der Tiroler lässt den ÖFB zappeln, will nicht vorzeitig verlängern.

Er ist auch nach dem 0:1 in Serbien beliebt wie kaum ein anderer Teamchef vor ihm. Als Didi am Sonntag kurz nach 11 Uhr im Wiener Intercont-Hotel in die Tiefgarage eilte, musste er viele Hände schütteln. Wildfremde Menschen stürmen auf ihn zu, strahlen Constantini an, gratulieren ihm zu seiner tollen Arbeit und zu seinem Mut.

Reserviert
Didi schweigt sich allerdings über seine Zukunft aus: „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über mich zu diskutieren.“

ÖSTERREICH hat bereits darüber berichtet, dass der Teamchef einen Vertrag bis zum Jahr 2012 bekommen soll. Das war gestern in den 10-Uhr-Weltnachrichten auf Ö3 die zweite Meldung hinter der EU-Wahl!

ÖFB-Präsident Leo Windtner verriet schon vor dem Match in Belgrad: „Wir setzen uns Mitte September mit Didi zusammen. Nach den WM-Qualifikationsspielen gegen die Färöer und Rumänien. Dann reden wir.“ Es könnte auch alles viel schneller gehen:

Windtner lädt morgen ins Wiener Lusthaus. Er ist seit 100 Tagen im Amt, zieht die erste Bilanz. Verkündet er bei dieser Gelegenheit auch die Vertragsverlängerung mit dem Teamchef?

Wohl eher nicht! Denn Constantini stellte klar: „Ich hatte in den letzten fünf Jahren keinen Vertrag. Ich brauche das nicht. Es gibt Trainer, die verlängern den Vertrag – und plötzlich geht es bergab. Ausgemacht war, dass ich es bis zum Winter mache, und dann schauen wir weiter. Außerdem habe ich bisher noch nicht viel gewonnen. Die Stimmung kann sich schnell drehen.“

ÖSTERREICH hakte nach und wollte gestern von Didi wissen: „Haben Sie Lust auf mehr bekommen?“ Constantini: „Ja, aber Lust auf mehr kann ich auch bei einem Verein haben ...“ Sehr kryptisch.

Taktik
Freunde des Teamchefs wissen: Das ist nur Taktik. In Wahrheit möchte Didi unsere blutjunge Mannschaft zur EM 2012 führen. Er liebt den Job und seine Spieler: „Die brennen alle.“ Sagt der Feuerwehrmann! Am Mittwoch fliegt er auf die Färöer, nimmt dort den nächsten Gegner in der WM-Qualifikation unter die Lupe. Constantini ist voll engagiert!