Valencia und Montero sollen in Brasilien die Gegner ins Schwitzen bringen.
Ecuador möchte bei der WM in Brasilien beweisen, dass man nicht nur in seiner 2.800 Meter hoch gelegenen Fußball-Festung in Quito eine Macht ist. Zur gefährlichsten Waffe soll eine pfeilschnelle Flügelzange werden. Auf der rechten Seite wirbelt Kapitän Antonio Valencia von Manchester United, links sprintet der in Mexiko bei Monarcas Morelia unter Vertrag stehende Jefferson Montero auf und ab.
Heimstärke brachte WM-Quali
In der Qualifikation für die Endrunde 2014 bestach Ecuador einmal mehr mit Heimstärke. In den acht Partien im Atahualpa-Stadion gab es sieben volle Erfolge und ein Unentschieden, auswärts blieb man bei drei Remis und fünf Niederlagen sieglos. Überschattet wurde die Quali aber im Juli 2013 vom Tod von Nationalstürmer Christian Benitez, der im Alter von 27 Jahren nach einem Herzinfarkt in Katar verstarb.
Teamchef wischt Statistiken vom Tisch
Teamchef Reinaldo Rueda wehrte sich trotz der deutlichen Zahlensprache gegen vorschnelle Schlüsse, wonach man außerhalb von Quito nicht wettbewerbsfähig sei. "Ecuador hat sich für die WM qualifiziert, weil wir gute Spieler haben, die gut arbeiten. Wir haben uns nicht wegen irgendeines geografischen Glücksfalls qualifiziert", sagte Rueda.
Kolumbianische Teamchefs als Erfolgsgeheimnis
Ecuador wurde wie 2002 (Out in der Vorrunde) und 2006 (Out im Achtelfinale gegen England) auch zur dritten WM-Teilnahme von einem Teamchef aus Kolumbien geführt. Ruenda ist nun auch in Ecuador ein Volksheld. Diesen Status genießt der 57-Jährige bereits in Honduras, wo er dank der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2010 für eine riesige Euphorie gesorgt hatte.
Besondere Akzente erwartet sich Ruenda von seinen Flügelflitzern, nicht nur von Captain Valencia, sondern auch von Montero. "Montero ist einer jener Spieler, die die Zuschauer einfach lieben. Er spielt wie ein Kind auf der Straße", sagte Ruenda. Mit Pässen aus dem zentralen Mittelfeld soll Cristian Noboa die Flügelzange füttern, für Stabilität im Zentrum soll der für harte Tacklings bekannte Segundo Castillo sorgen.