Wieder Dämpfer für Alaba & Co.

Vor der EURO: 5 Baustellen

Wieder Dämpfer für Alaba & Co.

Alarm vor der EURO! Bei Österreich ist nach der tollen Quali der Faden gerissen.

Was ist nur mit dem Nationalteam los? Mit dem 0:2 gegen die Niederlande ging die Generalprobe in die Hose – der nächste Dämpfer vor der EURO. Auffällig: Nach der tollen Qualifikation scheint die Luft irgendwie draußen zu sein, konnte das Team nicht mehr überzeugen. Ein Kopf-Problem?

ÖFB-Team konnte nach Quali nicht überzeugen

Fünf Spiele gab es seit geschaffter Quali. Zwei Niederlagen gegen die Schweiz und die Türkei (jeweils 1:2). Dazu zwei knappe 2:1-Siege gegen Albanien und Malta (jeweils 2:1). Wahrlich keine Fußball-Großmächte. Und dann die 0:2-Pleite gegen die starken Niederländer.

Heißt: Österreich hat nach der Quali in jedem Spiel mindestens ein Tor kassiert. Tiefpunkte: Der Patzer von Özcan gegen die Türkei und das Eigentor von Alaba gegen Malta. Gegen Holland blieb Österreich erstmals seit September 2013 ohne Torerfolg (0:3 gegen Deutschland).

Die Zeit drängt, die Österreicher müssen sich schleunigst fangen. Aleks Dragovic hofft: „Die Generalprobe verhaut, das ist doch ein gutes Omen.“ Teamchef Marcel Koller beruhigt: „Ich bin überzeugt, dass wir gegen Ungarn bereit sein werden.“

Vor der EURO: 5 Baustellen

  1. Almer: Der Patzer beim 0:1 war untypisch für Almer. Eigentlich ist auf ihn stets Verlass. Auch bei der EURO?
  2. Innenverteidigung: Abwehrchef Dragovic ist nach der Verletzung noch nicht in Topform. Sein Partner ist noch offen.
  3. Rechts hinten: Klein ist nach der Seuchensaison mit Stuttgart nicht in Form. Auch Alternative Garics nicht top.
  4. Def. Mittelfeld: Baumgartlinger ist stark. Aber wird oft alleine gelassen. Alaba muss mehr nach hinten arbeiten.
  5. Chancen: Chancenverwertung ist ein großes Manko. Janko muss nach Verletzung erst in Schuss kommen.

ÖFB-Team: Abwehr unsicher, dazu werden die Chancen vorne nicht genutzt

Die Holländer zeigten den Österreichern bei der Generalprobe ihre Schwächen auf.

„Ruhig. Keine Panik. Wir haben noch Zeit.“
Teamchef Marcel Koller und alle Spieler versuchten nach der verhauten Generalprobe zu beruhigen. Aber Fakt ist: Auf Koller und sein Team wartet bis zur EURO noch sehr viel Arbeit. ÖSTERREICH erklärt die fünf größten Baustellen.

Von Almer bis Janko – das sind die Problemzonen


Gegen Holland gab es vor allem hinten massive Probleme. Keeper Robert Almer – in der Quali stets eine Bank – patzte beim 0:1. Er blieb auf der Linie. Obwohl der Ball ewig in der Luft war.

Aber auch vor ihm in der Abwehr lief es nicht rund. Aleks Dragovic zeigte ungewohnte Schwächen. Dazu kommt: Koller hat sich noch nicht für seinen zweiten Innenverteidiger entschieden – Prödl oder Hinteregger.

Rechts in der Viererkette wurde Florian Klein von einem gewissen Herrn Promes teilweise schwindlig ­gespielt. Was passiert erst, wenn da Cristiano Ronaldo kommt?

Im defensiven Mittelfeld war Julian Baumgartlinger teilweise überfordert. Auch weil zu wenig Unterstützung von David Alaba kam.

Und vorne? Marc Janko kann die lange Verletzungspause nicht verleugnen. Die Chancenverwertung ist ein Riesenproblem. Bei der EURO muss der Ball rein ins Tor!