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Ferguson attackiert FIFA-Boss Blatter

Dieser sei laut dem ManU-Coach "in Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren." Außerdem vergleicht er Blatter mit afrikanischen Diktatoren.

Sepp Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA, ist als einflussreichster Mann im Fußball-Geschäft in Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Das sagte Manchester Uniteds Trainer Alex Ferguson am Dienstag. "Ich weiß nicht, ob er zu alt ist. Aber Dinge können passieren mit Leuten mit großer Macht. Schauen Sie nur auf einige der Despoten in Afrika", äußerte sich Ferguson in einem Interview mit dem GQ-Magazin.

Auf die Frage, ob er Blatter mit Zimbabwes Präsident Robert Mugabe vergleichen würde, antwortete Ferguson: "Das wäre lächerlich. Ich sage nur, dass er von einer Position mit großer Macht sehr viele lächerliche Aussagen gemacht hat und daher in Gefahr ist, seine Glaubwürdigkeit schwer zu beschädigen."

Der 72-jährige Blatter hatte in diesem Jahr unter anderem gesagt, dass Clubs eine Art von Sklaverei betreiben würden, indem sie versuchen, Spieler mit Langzeit-Verträgen an den Verein zu binden. "Dieses Zeug hat für großes Aufsehen gesorgt, ausgerechnet im Jahr nach dem 200. Jahrestag der Aufhebung der Sklaverei", so Ferguson.

Attacken auch gegen Real
Der 66-Jährige griff auch den spanischen Rekordmeister Real Madrid an. Die Madrilenen hätten nach den Aussagen des ManU-Coach den argentinischen Defensivspieler Gabriel Heinze nur verpflichtet, um Portugals Superstar Cristiano Ronaldo anzulocken. "Wir wissen, dass es passiert ist, weil Ronaldo mit Heinze gut befreundet war. Ich glaube einfach nicht, dass sie an Heinze interessiert waren, auch wenn er ein guter Spieler ist", so der Manu-Coach. Die Madrilenen hatten in der vergangenen Woche allerdings das Buhlen um den Portugiesen endgültig eingestellt.