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Fink soll Trapattoni ablösen

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Traps Tage in Salzburg sind gezählt. Trotz 3:0 gegen Kärnten steht er vor der Ablöse. Co-Trainer Fink soll die Situation retten.

Bei Meister Red Bull ist das Chaos perfekt. Auch nach dem 3:0 gegen Kärnten war die Stimmung in der Bullen-Arena hochexplosiv. Kein Wunder, dass Giovanni Trapattoni keine Lust mehr verspürte, in der Sky-Box bei Klubboss Didi Mateschitz vorbeizuschauen und stattdessen in seinem Dienst-Audi nach Hause düste.

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Schonfrist
Der schwer angeschlagene Star-Trainer hat das Transparent („Trap – wir haben fertig!“) nicht übersehen und die Anti-Trap-Rufe („Scheiß-Trapattoni“) nicht überhört. In Salzburg pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern: Sollte Trap am 4. Oktober mit den Bullen nicht das Wunder gegen AEK Athen schaffen und den 0:3-Rückstand wettmachen, dann kann ihn auch sein Freund Mateschitz nicht mehr halten. Dann wird Co-Trainer Thorsten Fink das Kommando übernehmen.

Wirrwarr
Trap sucht Gründe für den Salzburger Rumpelfußball. „Wir haben zu viele Spiele, zu viel Stress“, sagt der italienische Mister, der aber im gleichen Atemzug für gestern Abend ein Testspiel gegen die Bullen-U19 angesetzt hatte. Bei so viel Widerspruch ist es kein Wunder, dass er mit solchen Aktionen auf viel Unverständnis innerhalb der Mannschaft stößt.

Eklat und Entschuldigung
Für Unverständnis bei den Fans sorgte auch der Leitgeb-Ausraster nach dem Spiel. Er beleidigte die leidgeprüften Bullenanhänger („Die Fans waren scheiße zu uns“/ÖSTERREICH berichtete). Dafür erntete der Nationalspieler auch harsche Kritik in den Fan-Foren. Am Donnerstag entschuldigte sich der Neo-Bulle bei den Salzburg-Anhängern: „Ich habe mich im Ton und in der Wortwahl vergriffen. Das tut mir leid.“

Abrechnung
Sportdirektor Heinz Hochhauser, seit Wochen der leidenschaftlichste Bulle, nahm sich wieder kein Blatt vor den Mund, sprach Klartext: „Wir haben in diesem Spiel, bis auf die fünf Minuten, in denen die Tore fielen, alles falsch gemacht. So kann man normalerweise nichts gewinnen.“ Da ist nichts mehr hinzuzufügen.

Von Christian Ortlepp/ÖSTERREICH

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