Fliegt Stevens jetzt raus?

Prügelaffäre

Fliegt Stevens jetzt raus?

Bullen-Boss Mateschitz total verärgert - Trainer nach Prügelaffäre zum Rapport.

Bullen-Boss Dietrich Mateschitz (66) hat lange zugesehen – jetzt scheint es ihm zu reichen. Die Außendarstellung ist verheerend, nachdem Starcoach Huub Stevens (57) und sein Assistent Eddy Achterberg (63) im Camp in Belek in der Kabine aufeinander losgingen.

ÖSTERREICH erfuhr: Mateschitz war außer sich, als er von der Prügelaffäre hörte. Er rief sofort in der Türkei an, knöpfte sich am Telefon die sportliche Führung vor.

Neben Stevens wackelt jetzt auch Beiersdorfer
Am Freitag reisen die Bullen heim. Dann wird es einen Krisengipfel geben. Stevens und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer (47) müssen Mateschitz Rede und Antwort stehen.

Bullen-Insider vermuten, dass Mateschitz aufräumt, neben Stevens auch Beiersdorfer feuert.

ÖSTERREICH weiß: In der Konzernzentrale in Fuschl schütteln alle nur noch den Kopf über die Fußballabteilung. Hinter vorgehaltener Hand wird heftige Kritik an Stevens und Beiersdorfer geübt. Vorwurf: Wenig Leistung für viel Geld! Ein früherer Red-Bull-Mitarbeiter verrät: „Oft weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut …“

Und: Das Verhältnis zwischen Trainer und Sportchef soll zuletzt ebenfalls nicht mehr ganz konfliktfrei gewesen sein.

Jetzt kann alles sehr schnell gehen. Sitzt Huub Stevens am Donnerstag beim Test gegen Spartak Moskau zum letzten Mal auf der Bank der Bullen?

Die Ereignisse sind nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen. Stevens versuchte, den heftigen Streit mit Eddy Achterberg herunterzuspielen, sagte sarkastisch: „Ich habe kein blaues Auge …“

Maulwurfsuche – Huub hält Ansprache im Kinosaal
Huub spricht von einer Meinungsverschiedenheit. Augenzeugen berichten: Es gab eine Schlägerei in der Kabine, woraufhin Achterberg das Camp verließ.

Die peinlichen Szenen sollten geheim bleiben. Nun sucht Stevens den „Maulwurf“. Er trommelte den Kader im Kinosaal des „Rixos Premium“-Hotels (fünf Sterne) zusammen, ließ alle Türen schließen, hielt eine flammende Ansprache.

Ob er die Spieler wirklich noch erreicht? Seine rüde Art verunsichert viele. Ein Ex-Bullen-Star: „Stevens tut immer so, als würde er sich hinter die Mannschaft stellen. In Wahrheit denkt er nur an sich. Deshalb ist die Stimmung so mies.“

Beim VfL Wolfsburg, wo Stevens Wunschkandidat war, macht man sich auch Gedanken: Der von VW dominierte Aufsichtsrat ist ums Image besorgt. Die Prügelaffäre schlägt auch in Deutschland extrem hohe Wellen!