Tobias Kainz (Hartberg) und Kennedy Kofi Boateng (Ried) im Zweikampf

Quali-Gruppe

Hartberg brennt auf Revanche gegen Ried

Hartberg sinnt auf Rache nach dem 2:3-Patzer im letzten Duell gegen Aufsteiger Ried.

Der TSV Hartberg hat ein klares Ziel vor Augen. Die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga soll in den vier Runden vor dem Play-off um einen Europacup-Startplatz nicht mehr abgegeben werden. Als Sieger dürften die Hartberger dann mit Heimvorteil - und Zuschauern auf den Rängen - ins Duell mit dem Zweiten der unteren Gruppe gehen. Auf dem Weg dorthin wäre am Samstag ein Erfolg gegen die SV Ried wichtig.

Die Innviertler sind jedoch kein Lieblingsgegner. In dieser Saison setzte es für Hartberg zwei Niederlagen, einmal trennten sich die Teams mit einem Remis. Zuletzt siegten die Rieder Anfang April mit 3:2. "Ried haben wir leider nie besiegt. Wir werden im nächsten Spiel Dinge anders machen müssen", sah Hartbergs Trainer Markus Schopp einen Stachel im Fleisch der Steirer. Er warnte vor allem vor Stürmer Marco Grüll. "Er ist überragend", sagte Schopp über den künftigen Rapid-Profi.

Die Gäste können selbstbewusst antreten. Zwölf Zähler haben die Rieder unter Andreas Heraf in der Qualifikationsgruppe angeschrieben. Mehr als jede andere Mannschaft der unteren sechs. Bei Hartberg und der Austria sind es elf. Heraf bemühte eine alte Fußballweisheit. "Wir werden weiter von Spiel zu Spiel schauen und versuchen, so viele Punkte wie möglich einzuheimsen", sagte der Coach. "Sicher wollen wir in Hartberg gewinnen oder zumindest einen Punkt mitnehmen."

"Vikinger" können bei Sieg Klassenerhalt fixieren

Ried könnte sich nach der 29. Runde aller Abstiegssorgen entledigt haben. Acht Zähler beträgt derzeit der Vorsprung auf St. Pölten. Gewinnt der Letzte bei der Admira nicht und holt Ried in Hartberg einen Dreier, ist die Spielvereinigung gerettet - und könnte gleichzeitig das Europacup-Play-off ins Auge fassen. Heraf wollte sich mit diesen Überlegungen noch nicht beschäftigen. Zum Thema Klassenerhalt sagte er nur: "Es schaut gut aus, aber noch ist nichts vollbracht."