Meistergruppe

1:1 – Stankovic rettet Sturm ein Remis – Salzburg-Krise geht weiter

Im hochspannenden Eröffnungsspiel des 24. Spieltags trennten sich Tabellenführer Sturm Graz und Verfolger RB Salzburg mit einem 1:1-Remis. Vor heimischer Kulisse verteidigte der amtierende Meister damit den Vorsprung auf die kriselnden Bullen.

Nach einer kurzen Unterbrechung wegen dichter Rauchschwaden durch Pyrotechnik (3.) entwickelte sich in Graz-Liebenau ein rassiges Duell. Die Gäste aus Salzburg, die zuvor fast 400 Minuten auf einen Torerfolg gewartet hatten, erlösten sich in der 32. Minute: Yorbe Vertessen traf nach Zuspiel von Bidstrup aus beinahe unmöglichem Winkel zur Führung. Sturm agierte in dieser Phase defensiv zu passiv, was der Belgier eiskalt ausnutzte.

Stankovic schlägt in der Nachspielzeit zu

Die Grazer Antwort folgte tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einer Flanke legte Vallci perfekt für Jon Gorenc Stankovic (45.+5) ab, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich einschoss. Salzburg-Keeper Schlager machte bei dieser Aktion keine glückliche Figur. Zuvor musste Sturm-Coach Ingolitsch bereits wechseln: Jeyland Mitchell verletzte sich nach einem Zusammenprall und wurde durch Emanuel Aiwu (39.) ersetzt.

Hektische Schlussphase und Platzverweis

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie spielerisch, blieb aber hochgradig intensiv. Während Sturm mit dem Punkt sichtlich gut leben konnte, fehlte Salzburg trotz der größeren Notwendigkeit eines Dreiers das letzte Risiko. Bitter für die Gäste: Anrie Chase sah in der Nachspielzeit (91.) die Gelb-Rote Karte, nachdem er bereits zuvor verwarnt worden war.

Reaktionen zur Partie

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch zeigte sich nach der Partie am Freitagabend gewohnt ehrlich. Er bezeichnete das Spiel als wildes Hin und Her und gab offen zu, dass der Ausgleich zum 1:1 kurz vor der Pause glücklich für den Tabellenführer war. Laut Ingolitsch habe es keine Mannschaft geschafft, das Spiel richtig zu ordnen, wobei Salzburg im letzten Drittel in der ersten Halbzeit deutlich dominanter und gefährlicher auftrat. Der Coach bilanzierte nüchtern, dass sich am Ende eigentlich keiner den Sieg verdient habe.

Beichler stolz auf giftige Bullen: Ganz anders sah das sein Gegenüber Daniel Beichler. Der Salzburg-Trainer lobte seine Jungs für einen extrem giftigen Auftritt und war überzeugt, dass seine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hätte. Besonders das Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schmerzte ihn, da die Köpfe seiner Spieler in der Kabine erst einmal unten waren. Auch Salzburg-Profi Frans Krätzig pflichtete bei, dass man in der ersten Hälfte klar überlegen war, gab aber zu, dass das Unentschieden in Summe in Ordnung gehe.

Sturm-Verteidiger Emanuel Aiwu, der bereits in der 39. Minute für den verletzten Mitchell eingewechselt worden war, betonte die enorme Leistungsdichte in der Liga.

In diesen Fifty-Fifty-Spielen würden laut dem Abwehrrecken oft nur Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden.

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