Die kuriose Story des Admira-Neuzugangs

Ex-Mega-Talent

Die kuriose Story des Admira-Neuzugangs

Er galt einst als Supertalent. Der Durchbruch blieb ihm verwehrt.

Es war der Transfer-Coup vom Montag: Die Admira hat Alexander Merkel verpflichtet. Der 25-jährige Mittelfeldspieler wechselte vom deutschen Zweitligisten Bochum nach Maria Enzersdorf. Über die Vertragsdauer machten die Südstädter keine Angaben, sie reagierten mit dem Transfer auf den Abgang von Top-Torjäger Christoph Knasmüllner zum englischen Zweitligisten Barnsley am vergangenen Mittwoch.

So weit, so normal - Merkels Geschichte hingegen ist eine kuriose: Der wegen seiner dortigen Geburt für das kasachische Nationalteam spielberechtigte Merkel wurde in der Jugend des VfB Stuttgart ausgebildet, wechselte aber früh zum AC Milan, wo er 2010 mit 18 Jahren auch sein Debüt in der Champions League gab und in der Folge an der Seite von Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Andrea Pirlo und Ronaldinho Meister wurde.

Der große Durchbruch gelang ihm aber nicht. In Italien spielte er danach auch für Genoa, Udinese und Pisa, in England für Watford, in der Schweiz für die Grasshoppers Zürich und zuletzt seit Sommer 2016 eben in Bochum. Dort kam der Offensivspieler, der sich bei Bochums Lukas Hinterseer über die Admira informierte, diese Saison aber nur auf drei Pflichtspieleinsätze.

Erinnerungen an Knasmüllner

"Seine Geschichte erinnert mich ein wenig an die von Christoph Knasmüllner und ich bin überzeugt, dass er bei uns ebenso aufblühen kann", ist Admira-Manager Amir Shapourzadeh guter Dinge. Merkel verfüge nicht nur über viel Erfahrung. "Er ist technisch ein hervorragender Fußballer und passt auch charakterlich sehr gut in unsere Mannschaft", erläuterte der 35-Jährige.