Deni Alar

bundesliga

Ex-Rapidler schießt Austria in die Krise

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Alar sorgt für schwarz-weiße Euphorie - und für violette Katerstimmung.

Mit Deni Alar hat ausgerechnet ein Ex-Rapidler die Austria am Sonntag beim 3:1-Sieg von Sturm Graz vor dem so wichtigen Play-off-Hinspiel in der Europa-League-Quali am Donnerstag gegen Rosenborg Trondheim endgültig in die Krise geschossen.

+++ 3:1! Sturm paniert die Wiener Austria +++

Während die Wiener so einen passablen in einen misslungenen Start verwandelten, keimt bei Sturm erstmals seit langem wieder Euphorie auf. "Wir spielen einen super Fußball" jubelte Doppeltorschütze Alar nach dem Spiel, der die Lorbeeren jedoch nicht für sich alleine pachten wollte.

"Wir haben als Mannschaft gut gespielt und bis zur letzten Minute gekämpft", strich er die Leistung des gesamten Teams hervor. Seine Kollegen waren wiederum voll des Lobes für den 26-Jährigen. "Deni hat einfach den Torriecher", befand Kapitän Christian Schulz. Besonders erfreulich für die Grazer, die als Tabellendritter mit neun Punkten mit Rapid gleichzogen, dürfte der Umstand sein, dass der berühmte Funken von der Mannschaft auf die Ränge übergesprungen ist.

"Fans geben noch mehr Kraft"

Die bekannt kritischen Anhänger, die in der jüngeren Vergangenheit nicht mit Erfolgserlebnissen verwöhnt worden waren, peitschten die "Blackys" nach vorne. Mit dem 3:1 gegen die Austria durften sie nach dem Auftaktsieg gegen Meister Salzburg bereits zum zweiten Mal über einen Sieg gegen einen "Großen" jubeln.

"Heute war eine wunderbare Atmosphäre. Diese großartige Unterstützung der Fans gibt uns noch mehr Kraft", bedankte sich Ex-Veilchen Sascha Horvath bei den Anhängern. Schulz, der die Stimmung aus deutschen Stadien gewohnt ist, zeigte sich ebenfalls angetan. "Ich wusste im Vorfeld, dass die Fans emotional sind, die heutige Stimmung war schon in sehr guten Dimensionen."

Trotzdem wollte man im Lager der Grazer den Sieg nicht überbewerten. Vor allem die Nachlässigkeiten in der Schlussphase ärgerten Trainer Franco Foda. "Wir waren nach dem 3:0 wieder zu passiv. Das darf in so einem Spitzenspiel nicht so sein", forderte er Konzentration über 90 Minuten.

Almer hadert mit Defensive

Mit Problemen anderer Art muss sich sein deutscher Trainerkollege bei den Wienern befassen. Die Austria musste nach der Derbyniederlage die zweite empfindlich hohe Pleite in Folge hinnehmen. "Bis Trnava haben wir gut gespielt, dann ist der Faden gerissen", zeigte sich Fink ratlos.

Sein Kapitän Robert Almer brachte die momentane Unform der Austria auf den Punkt: "Wir müssen hinten stabiler stehen und nach vorne mehr Chancen kreieren. Sieben Tore in zwei Spielen sind jedenfalls zu viel."

Der Einbruch kommt zum denkbar ungünstigstem Zeitpunkt, steht am Donnerstag doch das Hinspiel im EL-Play-off auf dem Programm. "Bis dahin müssen wir Klarheit in unser Spiel bekommen", forderte Alexander Grünwald. Ein Unterfangen, das in Anbetracht der zuletzt gezeigten Leistungen schwer umsetzbar scheint.

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