Bundesliga-Hammer

Gugl-Showdown: Klopp plant den Letsch-Knall

RB Salzburg thront zwar an der Bundesliga-Spitze – doch mit der Übermacht aus den Jahren 2013 bis 2023 hat dieses Team nur noch wenig zu tun. 

Damals spielten die Bullen die Liga schwindlig, pflügten durch die Konkurrenz und rissen zehn Meistertitel in Serie an sich. Von dieser Aura der Unantastbarkeit ist heute nicht mehr viel übrig. International setzte es den nächsten Dämpfer: In der Champions-League-Quali war Endstation, in der Europa League reichte es nicht einmal zum Überwintern. Realistisch bleibt damit nur noch im ÖFB-Cup und in der Bundesliga die Chance auf Silberware – doch selbst der Meistertitel wackelt gewaltig.

Tabellenführung & Trainerjob wackeln

Das 0:2 gegen Austria Wien und das 1:1 gegen den LASK haben Spuren hinterlassen. 33 Punkte aus 19 Runden, drei Spieltage vor der Punkteteilung, sind für Salzburger Verhältnisse erschreckend wenig. Der LASK liegt punktegleich auf der Lauer, die Austria und Titelverteidiger Sturm Graz sind ebenfalls in Schlagdistanz. Von einem Durchmarsch keine Spur – es ist ein Schneckenrennen um Platz eins.

Und nun geht es ausgerechnet am Sonntag (17 Uhr, live auf Sky) auf die Gugl zum LASK. Ein Spiel mit Zündstoff – nicht nur sportlich, sondern auch personell. Trainer Thomas Letsch steht massiv unter Druck. Nach dem Remis gegen den GAK überschlugen sich die Reaktionen in den sozialen Netzwerken, „Letsch raus“ war dort omnipräsent. Auch Neo-Sportchef Marcus Mann vermied zuletzt ein klares Bekenntnis zum 57-Jährigen. Eine durchschnittliche Ausbeute von 1,55 Punkten pro Spiel liefert wenig Argumente. Zum Vergleich: Vorgänger Pep Lijnders musste trotz 1,64 Punkten im Schnitt nach wenigen Monaten gehen.

Klopp schaut Letsch auf die Finger

Letsch gibt sich kämpferisch: „Druck hast du immer bei einem Verein, wo es nur um Titel geht.“ Vergleiche mit früheren Erfolgsjahren wolle er nicht ziehen. Doch genau dort liegt das Problem: Salzburg wurde jahrelang an der eigenen Dominanz gemessen – und daran wird auch Letsch gemessen.

Im Hintergrund schaut einer ganz genau hin: Red Bulls „Head of Global Soccer“ Jürgen Klopp. Schon nach dem Aus von Ex-Sportdirektor Rouven Schröder mischte er mit. Sollte es auf der Gugl schiefgehen, könnte auch in der Trainerfrage Bewegung reinkommen. Für Letsch ist klar: Drei Punkte sind Pflicht. Sonst wackelt nicht nur die Tabellenführung – sondern sein Trainerstuhl.

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