LASK gegen WSG Tirol

Packendes Remis

3:3 - WSG Tirol knöpft LASK Punkte ab

Der LASK hat gehörig Pech gegen Tirol. Die WSG schafft in der Bundesliga-Meistergruppe ein 3:3-Remis gegen die Linzer.

Der LASK kommt im Kampf um die Top-drei-Plätze in der Fußball-Bundesliga nicht recht vom Fleck. Nach zweimaliger Führung trennten sich die Oberösterreicher am Sonntag in der 29. Runde vom "Angstgegner" WSG Tirol 3:3 (1:1) und liegen damit weiter auf Platz vier. Die Linzer sind nun punktegleich mit Sturm Graz (1:3 gegen Salzburg). Tirol ist Sechster und Letzter der Meistergruppe, hat aber weiter noch Chancen auf eine Europacup-Teilnahme.

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Eine Slapstick-Einlage von Peter Filipovic, die zu einem Eigentor führte, bescherte der WSG in der 24. Minute die Führung. Der LASK antwortete wenig später durch Johannes Eggestein (33.), der Leihspieler von Werder Bremen beendete damit seine Torflaute seit Ende Februar. Nach dem Seitenwechsel traf Thomas Goiginger (54.) ins Kreuzeck zur 2:1-Führung, die Nikolai Baden Frederiksen (70.) eine Viertelstunde später per Elfmeter egalisierte. Nach einem weiten Einwurf köpfelte Gernot Trauner (79.) zum 3:2 ein, der Kapitän sah kurz darauf aber die Gelb-Rote Karte und verursachte einen zweiten Elfmeter. Baden Frederiksen besorgte in der 84. Minute den 3:3-Endstand.

WSG Tirol kam ausgeruht

Die Tiroler konnten für die Partie personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Einzig Zlatko Dedic fehlte von den Stammkräften wegen muskulärer Probleme. Bei den Linzern saßen James Holland und Husein Balic zu Beginn auf der Bank, Lukas Grgic (gegen seinen Ex-Verein) und Dominik Reiter liefen auf deren Positionen ein. Der ebenfalls muskulär bediente Marvin Potzmann war etwas überraschend schon zurück im Kader.

Die erste Chance verzeichnete die WSG, als Tobias Anselm in der 12. Minute alleine Richtung Strafraum zog. Seinen vielleicht etwas überhasteten Flachschuss bändigte Alexander Schlager im Linzer Tor. Für die Athletiker klopfte Eggestein (14.) per Kopf an - der Ball flog drüber. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit Vorteilen für den LASK, der vor allem über sein Flügelspiel gefährlich wurde.

Turbulentes Spiel: Eigentor und Elfmeter-Tore

Umso bitterer war das Gegentor, das den Gästen geschenkt wurde: Filipovic hielt den Kopf in einen abgeblockten Schuss von Anselm, der keine Gefahr mehr dargestellt hätte, und trickste so den fangbereiten Schlager aus. Abgeblockt wurde im gegenüberliegenden Strafraum auch ein Goiginger-Schuss (28.), Eggestein machte es bei seinem neunten Saisontor dann besser. In Gerd-Müller-Manier netzte er nach Grgic-Vorlage aus der Drehung ein. Nach Wiederbeginn haute erst Reiter (47.) den Ball am Fünfer über das Tor, WSG-Schlussmann Ferdinand Oswald fischte einen Eggestein-Kopfball (48.) raus.

Die Wattener zeigten durch einen Celic-Schuss (50.) auf, der noch abgefälscht wurde. Goiginger überwand Oswald dann nach kurzem Dribbling mit einem Hammer aus halblinker Position, ehe Baden Frederiksen seine Mannschaft wieder ins Spiel holte. Der Däne verwandelte den Penalty, nachdem Trauner im Strafraum Florian Rieder berührt hatte - eine harte Entscheidung gegen den LASK.

In den letzten 20 Minuten wurde es richtig turbulent: Torschütze Trauner flog nach der zweiten Gelben Karte vom Platz, der diesmal gefoulte Baden Frederiksen verwandelte abermals vom Punkt. Die Riesenmöglichkeit in der letzten Sekunde ließ der LASK verstreichen. LASK-Coach Dominik Thalhammer sah nach dem Schlusspfiff die Gelb-Rote Karte wegen Kritik.