Kritik wird immer lauter

Liga-Krise: Rapid wird zum Pulverfass

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Schicksalstage in Grün-Weiß: Gegen Sassuolo und Austria muss Wende her.

Lediglich eines der letzten sieben Bundesliga-Spiele gewonnen. Nach elf Runden elf Punkte hinter Spitzenreiter Sturm. Im Westen Wiens liegen die Nerven blank. Vor den Heimspielen gegen Sassuolo in der Europa League (Donnerstag) sowie dem Derby gegen Erzrivale Austria (Sonntag) gleicht Rapid einem Pulverfass.

+++ Rapid-Fans schießen gegen Büskens & Müller +++

"Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen von außen", fordert Louis Schaub. Und Kapitän Stefan Schwab betont: "Natürlich muss spielerisch viel mehr kommen." Auch die Fans sehen das so. Sie haben längst die Nase voll, wirken gereizt. Gegen Altach gab es nach 20 Minuten Pfiffe - beim Stand von 0:0.

Bereits vor Anpfiff machte der "Block West" mit einem Spruchband seinem Ärger Luft: "Der Block ruft seine Leistung ab, ob Auswärts oder Heim, Eure Auftritte in der Provinz dagegen sind zum Speib'n. Durch Kampf und Zusammenhalt wird jeder Gegner g'wetzt", stand darauf. Mit der unmissverständlichen Forderung: "Reisst's Euch den Orsch auf."

"Wir müssen das ausblenden"

Die Anhänger haben auch einen Schuldigen ausgemacht. Trainer Mike Büskens steht im Kreuzfeuer der Kritik. Die Fans werfen ihm vor, keinen Plan B zu haben. "Wir wollen unser System durchziehen, nicht so spielen wie der Rest der Liga", sagte Schaub, der die Unmutsäußerungen während der Partie nicht versteht.

"Deswegen waren wir in manchen Situationen noch mehr verunsichert", ließ er nach dem hart erkämpften 1:1 ausrichten. Er fordert: "Die Medien hauen immer schön auf uns drauf, wenn sie können. Wir müssen das ausblenden und einfach wieder den Turnaround schaffen."

Die nächsten Spiele werden für Rapid zur Nagelprobe. Verliert Grün-Weiß das Derby, brennt wohl nicht nur der Hut, sondern halb Hütteldorf.

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