Rapid-Bezwinger Hartberg gewinnt auch gegen Sturm

Bundesliga Runde 12

Rapid-Bezwinger Hartberg gewinnt auch gegen Sturm

Austria enttäuscht mit schwachem 0:0 gegen Innsbruck.

TSV Hartberg hat in der Fußball-Bundesliga den nächsten Coup geliefert. Eine Woche nach dem 3:0-Sieg gegen Rapid gewann der Aufsteiger am Samstag das Steirerderby gegen Vizemeister Sturm Graz mit 2:0 (0:0) und ist damit sogar die Nummer eins im Land. Rajko Rep war mit einem Doppelpack (57., 89.) Matchwinner, Sturm traf dagegen dreimal nur Aluminium.
 
Hartberg schob sich mit dem dritten Sieg hintereinander auf Rang sechs vor und befindet sich damit überraschend mitten im Kampf um einen Platz im oberen Play-off. Sturm ist dagegen bereits fünf Runden sieglos und fiel aus den Top 6.
 
Hartberg-Trainer Markus Schopp ließ wenig überraschend dieselbe Elf einlaufen, die Rapid gedemütigt hatte. Bei leichtem Nieselregen und mit Rückenwind machte zunächst aber Sturm das Spiel. Die Grazer attackierten früh und konsequent und stellten die Gastgeber im Spielaufbau damit vor Probleme. In der 20. Minute kam Sturm mit Hartberger Unterstützung fast zur Führung: Thomas Rotter fälschte eine Hereingabe von Lukas Grozurek ab, der Ball landete an der Stange.
 

Aufsteiger wurde immer stärker

Danach wurde der Aufsteiger vor den Augen von Teamchef Franco Foda aber stärker. Das Passspiel wurde präziser und über die Flanken sorgte Hartberg mehrmals für Gefahr. Innerhalb von zwei Minuten vergaben die Heimischen aber zwei Riesenchancen. Nach schöner Kombination legte Dario Tadic auf Florian Sittsam auf, der das offene Tor aber verfehlte (25.). Eine Minute später traf Tadic in bester Position den Ball nicht. Danach hatte Hartberg aber auch Glück, als Schiedsrichter Markus Hameter einen Ellbogencheck von Rajko Rep nicht ahndete.
 
Nach der Pause sahen die knapp über 5.000 Zuschauer viele rassige Szenen auf beiden Seiten. Otar Kiteishvili fehlten in der 51. Minute nur Zentimeter zu seinem ersten Bundesliga-Tor, sein Schuss klatschte von der Latte zurück. Auf der Gegenseite parierte Jörg Siebenhandl einen Schuss von Siegfried Rasswalder (53.), der eine Minute später auf der eigenen Torlinie einen Treffer verhinderte. In der 57. Minuten schlugen die Heimischen aber zu. Rep startete einen Konter aus der eigenen Hälfte, wurde bei seinem Lauf über das halbe Feld nicht attackiert und schlenzte den Ball vom Sechzehner ins lange Eck.
 
Sturm erhöhte danach den Druck, kämpfte mit drei Stürmern gegen die Niederlage an, erspielte sich auch einige Chancen, blieb aber im Abschluss erfolglos. Die größte Ausgleichschance vergab der eingewechselte Emeka Eze, dessen Kopfball an der Latte (70.) landete. Im Finish machte Rep mit einem Schuss von der Strafraumgrenze alles klar.
 
 
Austria mit schwachem 0:0 gegen Innsbruck auf der nächsten Seite
 
 

Austria enttäuscht mit 0:0 gegen Innsbruck

Die Austria tritt in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle und geizt weiter mit Toren. Beim 0:0 bei Wacker Innsbruck am Samstag gelang den Wienern erneut kein voller Erfolg, das Konto von nur elf Treffern blieb nach der zwölften Runde unverändert. Im Innsbrucker Dauerregen erarbeiteten sich beide Mannschaften kaum Torchancen.
 
Wacker war nach den Überraschungen gegen den LASK (1:0) und in Salzburg (1:1) mit dem Remis durchaus zufrieden. Der Aufsteiger aus Tirol bleibt nun einen Zähler hinter Rapid weiter Zehnter. Die Austria wartet nun schon drei Ligaspiele auf einen vollen Erfolg ist immerhin unverändert Vierter. Der WAC könnte die Favoritner am Sonntag mit einem Heimsieg gegen St. Pölten aber hinter sich lassen.
 
Ideen in der Offensive und Tore wollte die sportliche Führung der Austria im Westen sehen. Die Violetten blieben beides schuldig. Dabei starteten sie im ersten Match ohne ihren voraussichtlich bis zur Winterpause verletzten Spielgestalter Alexander Grünwald konzentriert und mit Nachdruck. Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Gästen, Wacker kam kaum über die Mittellinie. Im Tor der Innsbrucker stand nach seiner starken Leistung beim 1:1 in Salzburg wieder Hidajet Hankic. Der wieder fitte Stammtorhüter Christopher Knett saß auf der Bank. Innenverteidiger Stefan Meusburger fehlte aufgrund von muskulären Problemen.
 

Wiener konnten Abwehrmauer nicht durchbrechen 

Bei der Austria agierte Dominik Prokop im Zentrum, Ewandro und Kevin Friesenbichler agierten an den Flanken. Den Wienern gelang es aber nicht, Innsbrucks Abwehrmauer zu durchbrechen. Die beste Möglichkeit der ersten Spielhälfte - und am Ende auch im gesamten Spiel - resultierte für die Elf von Thomas Letsch schon zu Beginn der Partie aus einem Eckball. Christian Schoissengeyr stieg hoch, Hankic parierte im Nachfassen (6.).
 
Wacker konnte die Partie nach verhaltenem Beginn aber offen gestalten. Den zuletzt treffsicheren Cheikhou Dieng hatte die Austria im Griff. Der Senegalese kam nur einmal zum Abschluss, wurde dabei aber ein wenig in Rückenlage angespielt und verzog (24.). Wie Hankic musste auch Patrick Pentz praktisch nie eingreifen. Einzig Michael Schimpelsberger prüfte den Austria-Schlussmann einmal mit einem Schuss (17.). Die Zuschauer am Tivoli erlebten insgesamt langatmige 45 Minuten.
 
 Die beiden Teams kamen vorerst unverändert aus der Kabine. Der Austria war das Bemühen weiter anzusehen, Prokops Abschluss ging knapp am langen Eck vorbei (54.). Friesenbichler kam bei einer Klein-Hereingabe einen Schritt zu spät (61.). Letsch reagierte mit Fortdauer der Partie mit Wechseln, die wirkungslosen Friesenbichler und Ewandro machten Platz. Wacker hoffte auf einen Konterschlag. Nach einem solchen über Zlatko Dedic kam Roman Kerschbaum im Strafraum zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht mehr genau platzieren (73.). Die Austria konnte im Finish dann nicht mehr zulegen.
 
 
Mattersburg und Altach trennten sich 1:1
 
 

Mattersburg und Altach trennten sich 1:1

Mattersburg und Altach haben sich am Samstagabend in der zwölften Runde der Fußball-Bundesliga mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:0) getrennt. Stefan Nutz brachte die Gäste per direkt verwandelten Freistoß in Front (69.). Nicht einmal zweieinhalb Minuten später glückte Cesar Ortiz nach einer Freistoß-Flanke von Rene Renner per Kopf der Ausgleich (71.).
 
Der SV Mattersburg, der aus den jüngsten fünf Partien zehn Punkte geholt hat, ist damit vor den Sonntagsspielen vom siebenten auf den achten Platz zurückgefallen und nun punktegleich mit Cupsieger Sturm Graz, der nach einem 0:2 beim Aufsteiger in Hartberg nun nicht mehr zur oberen Tabellenhälfte zählt. Die Altacher, die nun schon vier Spiele (je zwei Siege und Remis) ungeschlagen sind, blieben vorerst Vorletzter.
 
Die erste Hälfte bot den 1.600 Zuschauern (Saison-Negativrekord) bei Dauerregen im Pappelstadion nichts Nennenswertes, da Altach hinten mit der Fünferkette dicht machte und vorne den Aufbau der Hausherren früh störte. Auch nach der Pause änderte sich an dieser Spielcharakteristik wenig, weshalb die gefährlichsten Szenen aus Standards resultierten - so auch die beiden Tore.
 
Nutz verwandelte einen Freistoß von knapp außerhalb des Strafraums perfekt über die Mauer ins lange Kreuzeck. Es war bereits der neunte Standard-Treffer für die Vorarlberger in dieser Saison, das ist Liga-Bestwert. Auf der Gegenseite war wenig später Ortiz, der den Freistoß zum 0:1 verschuldet hatte, zur Stelle und köpfelte das 1:1 gegen seinen Ex-Verein.
 
Im Finish hatten dann beide Teams noch einmal Topchancen auf einen weiteren Treffer. Doch Mattersburg-Stürmer Martin Pusic köpfelte nach einer Maßflanke von Florian Hart über die Latte (82.). Auf der Gegenseite hatte Tormann Markus Kuster extreme Probleme nach einem Schuss von Emir Karic, erst Kapitän Nedeljko Malic klärte die Situation vor Nutz (86.).