Eurofighter-Firma zahlte 4 Mio Euro an Rapid

Enthüllt

Eurofighter-Firma zahlte 4 Mio Euro an Rapid

EADS als Fußball-Sponsor um 
SP-Minister günstig zu stimmen?

Schon vor zehn Jahren stand es in ÖSTERREICH: Die Eurofighter-Firma EADS hätte den Wiener Fußballklub Rapid mit Millionen ­gesponsert, war in der Zeitung zu lesen. Rapids damaliger Präsident Rudolf Edlinger bestätigte zwar das Sponsoring durch EADS, die Grün-Weißen konnten aber nie dar­über Auskunft geben, wo der Betrag von vier Millionen verblieben war.

Jetzt wird die ÖSTERREICH-Story bestätigt. Dem Nachrichtenmagazin profil liegen die Unterlagen vor, die belegen, dass der Rüstungskonzern im Zeitraum zwischen 2003 und 2007 insgesamt 4,05 Millionen Euro an den Kultklub an Sponsorgeldern gezahlt hat.

Der Verdacht: EADS erhoffte sich damit gute Beziehungen zur SPÖ – der damalige Verteidigungsminister Norbert Darabos saß damals im Rapid-Vorstand. Darabos dementiert jede Einflussnahme zugunsten EADS, er habe niemandem Hilfe angeboten. "Da wollte sich jemand gegenüber EADS wichtig machen", so Darabos.

Der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) mahnt die Abgeordneten im profil indessen zu Verschwiegenheit. "Wer die Vertraulichkeit bricht, muss mit Strafen rechnen und beschwört wieder Debatten über Sinnhaftigkeit und Seriosität von U-Ausschüssen herauf", so Kopf, der dem Untersuchungsausschuss vorsitzt, im "profil". Der Grüne Peter Pilz hatte zuvor angekündigt, Unterlagen - allerdings solche aus seinem Privatbesitz und nicht Akten des Ausschusses - über die Eurofighter-Affäre im Internet zu veröffentlichen.