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Bullen wollen Titel zurück

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Red Bull Salzburg war wieder Großeinkäufer. 27 Klassespieler sind im Profi-Kader, Trainer Co Adriaanse will mit Kick-Spektakel zum Erfolg.

Alles beim Alten in Salzburg auch in der Saison 2008/09: Kein anderes Bundesliga-Team hat so hochkarätig eingekauft, kein anderes hat so wenige Österreicher im Kader. Wie immer starten die roten Bullen für den Rest der Liga als klarer Titelfavorit. Doch das oft unattraktive und weitgehend erfolglose Trapattoni-Catenaccio ist Vergangenheit. Die 30.000 Fans fassende Bullen-Arena soll toben, und gewinnen will der neue Trainer Jacobus „Co“ Adriaanse natürlich auch. Holländischer Angriffsfußball ist angesagt. „Die Fans sollen unsere Art, Fußball zu spielen lieben“, sagt der Coach. Dafür hat Klub-Boss Dietrich Mateschitz wieder tief in die Tasche gegriffen, holte mit Robin Nelisse einen erfahrenen Goalgetter aus des Trainers Heimat, dazu dessen Landsmann Barry Opdam für das Abwehrzentrum, rüstete auch Außenverteidigung und Mittelfeld auf.

Holland-Taktik
In den Vorbereitungsspielen experimentierte Adriaanse ganz nach niederländischem Stil mit mehreren Systemen. Er ließ zwar meist vier Verteidiger auflaufen, ordnete seine Spieler oft nach dem „Christbaumsystem“ 4-3-2-1 an, setzte manchmal nur einen defensiven Mittelfeldmann vor die Abwehr, manchmal zwei; ließ einen, zwei oder sogar drei echte Stürmer auflaufen. Red Bull hat 27 Klassespieler im Kader, Adriaanse kann jede beliebige Formation bilden.

Teamspieler-Problem
Das Problem für den Bullen-Dompteur: Adriaanse hatte nur wenig Zeit, alle Varianten durchzuspielen. Der Stall war praktisch nie vollzählig. Viele haben Trainingsrückstand, ein gutes Drittel der Salzburger muss immer wieder zu ihren Nationalteams ausrücken. Die Startelf von Dienstag gegen Mattersburg kann in zwei Monaten also völlig überholt sein. Selbst die aktuelle Ersatzbank der Salzburger wäre in der Bundesliga ein Titelkandidat.

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