Didi Kühbauer

bundesliga

Rapid kassiert nächste Watschn

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Wieder kein Sieg, die Situation in Hütteldorf spitzt sich zu: Am Sonntag wartet WSG Tirol.  

 "Jeder hat vermutet, dass wir hier schwer unter die Räder kommen", atmete Coach Didi Kühbauer nach Abpfiff auf. Rapid verließ London am Donnerstag mit einem blauen Auge, verlor gegen West Ham "nur" mit 0: 2-Schadensbegrenzung.

Nach einer Leistung, die das Bild der letzten Wochen widerspiegelt: defensiv und kämpferisch gut, offensiv völlig ideen-und harmlos. "Nach vorne muss deutlich mehr kommen", weiß Kühbauer. In den letzten sieben Pflichtspielen blieb Rapid vier Mal ohne Tor, schoss nie mehr als eines. Die triste Bilanz in diesen Partien: ein Sieg (nach Verlängerung gegen die Admira), ein Remis, fünf (!) Niederlagen.

Am Sonntag entscheidet sich Zukunft von Kühbauer

Die Stimmung in Hütteldorf ist angespannt, die Luft für Kühbauer wird immer dünner. Am Sonntag um 14.30 Uhr, also nur rund 40 Stunden nach dem Abpfiff gegen West Ham, wartet das vielleicht wichtigste Spiel der Saison: Rapid trifft im Kellerduell zu Hause auf die WSG Tirol. Setzt es die vierte Pfichtspiel-Heimpleite in Serie, würden die Wiener mit der Roten Laterne in die Länderspielpause gehen, die Zeit von Kühbauer in Hütteldorf wäre wohl zu Ende.

Rapid will morgen das Glückspendel erzwingen

Davon will der Trainer jedoch nichts wissen, er fordert, Positives aus dem 0: 2 in London mitzunehmen: "Der Auftritt muss uns Auftrieb für die nächsten Wochen geben." Damit sein 100. Bundesliga-Spiel als Rapid-Trainer nicht sein vorerst letztes wird, er viel eher über seinen 50. Sieg jubeln kann, gibt Kühbauer vor: "Wir müssen weiter harte Arbeit liefern, natürlich auch treffen und erzwingen, dass das Glückspendel auch mal wieder auf unsere Seite schlägt. Meine Jungs wissen, dass wir am Sonntag eine gute Partie benötigen und sie werden diese auch absolvieren."

Dass man die WSG nicht unterschätzen darf, weiß Rapid seit der Vorsaison: Da gab es in Hütteldorf eine 0: 3-Klatsche. Es war in bisher sechs Duellen die einzige Niederlage gegen das aktuelle Schlusslicht. Die Marschroute: "Wir müssen vor dem Tor noch konsequenter sein. Wenn wir das schaffen, werden wir als Sieger vom Platz gehen", betont Youngster Emanuel Aiwu. 

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