Riesen-Ärger über Tomaten-Schiris

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Riesen-Ärger über Tomaten-Schiris

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Schiedsrichter-Leistungen sorgen in der Bundesliga einmal mehr für Kopfschütteln.

Die 24. Runde der heimischen Bundesliga hat aus dem Dreikampf im Titelduell zwischen Red Bull Salzburg, Rapid Wien und Austria Wien ein Duell zwischen Bullen und dem Rekordmeister gemacht.

Allerdings wird der Spieltag wohl eher wegen der teils haarsträubenden Schiri-Fehlern in Erinnerung bleiben. Gleich in drei der fünf Bundesliga-Partien gab es in entscheidenden Szenen strittige Situationen, die Trainer und Vereinsverantwortliche in Rage versetzten. oe24 hat die gravierendsten Fehlentscheidungen des Spieltages für Sie zusammengefasst.

Schauplatz 1: Ried (Ried - Sturm Graz)
Schiri Andreas Heiß übersah im Spiel zwischen Ried und Sturm Graz ein Foulspiel von Roman Kienast, mit dem er sich den nötigen Platz verschaffte, um das Goldtor für Sturm Graz beim 1:0 im Innviertel zu erzielen. Heiß war schon im Herbst in der Kritik gestanden, am 3. Oktober hatte er etwa beim 1:2 Altachs gegen die Wiener Austria vor dem Ausgleich der Gäste ein klares Foul von Austrias Philipp Zulechner an Philipp Netzer nicht geahndet. Wie damals gestand er auch diesmal seinen klaren Fehler ein. "Leider hat in dieser Situation das gesamte Schiedsrichterteam versagt, die Situation nicht erkannt", sagte der 32-jährige Tiroler im TV-Interview.

Coach Paul Gludovatz war fuchsteufelswild. "Ich habe mitten in der zweiten Hälfte etwas gespürt, was mir den Beruf verdirbt, nämlich Benachteiligung", übte der 69-Jährige Kritik. Schon vor dem Gegentor in der 88. Minute habe es bei mindestens drei Situationen ein Ungleichgewicht gegeben. "Wir haben in der zweiten Hälfte gegen zwölf oder 13 Mann gespielt", ärgerte sich Gludovatz.

Schauplatz 2: Wolfsberg (WAC - Mattersburg)
In der 87. Minute zwischen dem WAC und Mattersburg geht Patrick Bürger nach einem Zweikampf mit Nemanja Rnic leicht zu Boden. Schiedsrichter Christopher Jäger entschied auf Elfmeter, der "gefoulte" Bürger trat selbst an und erzielte den 1:1-Ausgleich für die Mattersburger. Der Schiri wollte sich nach dem Spiel nicht zur Situation äußern, WAC-Coach Heimo Pfeifenberger war bedient: "Der Elfmeter war nicht gerecht, ich habe auch im Fernsehen kein Vergehen gesehen."

Die Social-Media-Abteilung der Kärntner war mit der Entscheidung zum Elfer ebenfalls unzufrieden. "Der Mattersburger fällt alleine um. Bravo", war auf Twitter zu lesen. Auch bei den darauffolgenden Tweets war der Ärger herauszulesen.

 



Schauplatz 3: Wien (Rapid - Grödig)
Lange sah es im Ernst-Happel-Stadion nach einem Punktgewinn für die beherzt kämpfenden Grödiger aus. In der 90. Minute sicherte Mate Jelic den Rapidlern aber doch noch den Dreier. Allerdings ging dem Treffer ein Foulspiel von Christopher Dibon voraus: Zuerst grätschte er Schütz den Ball ab, dann hielt er den Grödiger am Trikot zurück. Ein klares Foul, doch der Schiedsrichter sah nichts und nur Sekunden später erzielte Jelic das finale 3:2.

"Leider sind wir für unseren Kampf und unsere Leidenschaft unbelohnt geblieben. Das 2:3 hat mich sehr verärgert, weil ein Foul von Dibon an Schütz nicht geahndet wurde. Wir fühlen uns benachteiligt", ärgerte sich Grödig-Coach Peter Schöttel, der an der Seitenlinie seine Jacke schimpfend in Richtung Trainerbank schleuderte. Auf Twitter machten die Grödiger ihrem Ärger ebenfalls Luft und attackierten Schiri Andreas Kolleger.

 


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