Eine markante Stimme des österreichischen Fußballs ist für immer verstummt: Alfred Tatar ist tot. Der frühere Profi, Trainer und langjährige TV-Experte verstarb im Alter von 62 Jahren an den Folgen der Nervenkrankheit ALS.
Mit Tatar verliert der heimische Fußball weit mehr als nur einen profunden Kenner des Sports. Der Wiener war eine Persönlichkeit, die aneckte, begeisterte und vor allem nie austauschbar war. Ob auf dem Rasen, an der Seitenlinie oder später vor der Kamera – Tatar blieb stets unverkennbar.
Seine Karriere begann als Fußballprofi, unter anderem bei der First Vienna und dem Wiener Sport-Club. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn zog es ihn an die Seitenlinie, wo er mehrere österreichische Klubs betreute, darunter Mattersburg und Ried.
Zog sich aus der Öffentlichkeit
Einer breiten Öffentlichkeit wurde Tatar jedoch vor allem als TV-Experte bekannt. Mit scharfen Analysen, klaren Worten und seiner ganz eigenen Art, Fußball zu erklären, wurde er für viele Fans zur fixen Größe in der heimischen Berichterstattung. Er analysierte nicht nur Spiele – er sezierte sie, oft direkt, manchmal unbequem, aber stets mit spürbarer Leidenschaft für den Sport.
Im vergangenen August zog sich Tatar aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück. Nun hat er den Kampf gegen ALS verloren. Mit Alfred Tatar verliert Österreichs Fußball ein Original, eine markante Stimme – und einen Mann, der dem Sport über Jahrzehnte seinen ganz eigenen Stempel aufdrückte.