Die Saison ist noch nicht einmal zu Ende, da richtet Rapid den Blick bereits entschlossen auf die kommende Spielzeit. Hinter den Kulissen läuft die Kaderplanung auf Hochtouren – und ausgerechnet auf einer der größten Baustellen könnte sich nun eine spannende Lösung anbahnen.
Rapid treibt die Kaderplanung für die kommende Saison mit Hochdruck voran – und im Angriff könnte es nun richtig konkret werden. Nach der schweren Knieverletzung von Claudy Mbuyi ist klar geworden, dass die Hütteldorfer im Zentrum dringend nachlegen müssen. Ganz oben auf der Wunschliste soll dabei ein Name stehen: Tonni Adamsen.
Ablösefrei zu haben
Der 31-jährige Däne hat sich bei Silkeborg IF in den vergangenen Jahren als treffsichere Konstante etabliert und spielte sich mit starken Zahlen ins Blickfeld mehrerer Klubs. Allein in der laufenden Saison kommt der Angreifer auf 19 Tore und sieben Vorlagen in 37 Pflichtspielen. Besonders attraktiv: Adamsen könnte im Sommer ohne Ablöse wechseln. Nach Berichten aus Dänemark soll Rapid im Werben um den Routinier bereits gute Karten haben. Das Medium „Bold“ meldete zuletzt, dass sich Adamsen bereits für einen Wechsel nach Hütteldorf entschieden haben soll.
Nach Informationen aus Österreich ist die Lage allerdings noch nicht ganz so eindeutig – eine finale Einigung steht demnach weiterhin aus. Medizincheck und Unterschrift fehlen noch. Ein Selbstläufer wird der Transfer ohnehin nicht. Mit Brøndby IF sowie Interessenten aus Saudi-Arabien soll es namhafte Konkurrenz geben – vor allem finanziell könnten diese Angebote für Rapid zur Herausforderung werden. Ein entscheidender Faktor im Poker dürfte Rapids Trainer Johannes Hoff Thorup sein. Der Däne kennt Adamsen bestens aus der Heimat und soll dessen Entwicklung seit Jahren verfolgen. Schon mehrfach habe es Versuche gegeben, den Stürmer in ein von Thorup betreutes Team zu lotsen.
Als Kellner gejobbt, heute heiß begehrt
Adamsens Karriere verlief dabei alles andere als geradlinig. Während andere früh den Durchbruch schafften, arbeitete sich der Angreifer über Umwege nach oben – zwischenzeitlich soll er sogar neben dem Fußball als Kellner gearbeitet haben. Heute ist er ein erfahrener Angreifer mit beeindruckender Bilanz: 65 Tore und 24 Assists in 156 Pflichtspielen für Silkeborg.
Für Rapid wäre Adamsen ein Spieler, der nicht nur Qualität, sondern auch Routine in eine Offensive bringen könnte, die zuletzt zu oft auf Improvisation angewiesen war. Die Entscheidung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.