Garcia: Hinteregger-Abgang ein Problem

Neo-Bullen-Coach

Garcia: Hinteregger-Abgang ein Problem

Spanier äußerte Transferwünsche und bezeichnete Hinteregger-Abgang als "Problem.

Titelverteidiger Red Bull Salzburg ist am Montagnachmittag mit der ersten Trainingseinheit unter Neo-Trainer Oscar Garcia als letzter Klub der Fußball-Bundesliga in die Vorbereitung gestartet. Bei unwirtlichen Bedingungen mit strömendem Regen und Wind bat Garcia seinen Kader auf den Rasen des Red-Bull-Trainingszentrums in Salzburg-Taxham.

Neuzugang
Garcia äußerte vor dem Training den Wunsch nach einem Neuzugang. "Wie jeder Trainer habe ich ein paar Wünsche. Wenn sich etwas ausgeht, ist es gut. Wenn nicht, werden wir mit der Mannschaft arbeiten, die wir haben", sagte der Spanier. Vom aktuellen Kader will sich Garcia zunächst ein genaues Bild machen. "Ich erwarte, dass die Mannschaft in gutem Zustand ist", sagte Garcia.

Auf welche Bereiche er während der Vorbereitung das Hauptaugenmerk legen will, weiß der neue Cheftrainer bereits genau und untermauerte das mit einem Beispiel. "Das Spiel gegen den Ball, wie es vor drei Jahren war, hat mich sehr beeindruckt. Ich werde versuchen, in diesem Bereich das Potenzial aus der Mannschaft herauszuholen", erklärte Garcia.

Problem
Den Abgang von Martin Hinteregger, mit dem er vor dessen Wechsel noch mehrere Gespräche führte, bezeichnete Garcia als "Problem". Er kennt allerdings bereits die Lösung. "Es wird an den anderen Spielern liegen, aufzurücken", sagte Garcia und nannte die Talente Asger Sörensen, Dayot Upamecano sowie den neu verpflichteten Brasilianer Bernardo.

Die lange Winter-Vorbereitung ist für den Spanier, der bisher in seiner Heimat, England und Israel tätig war, Neuland. Garcia betrachtet das als Vorteil, erwartet zum Saisonauftakt aber noch keine Wunderdinge. "Ich denke nicht, dass wir zum Auftakt bei 100 Prozent sein werden. Wir wollen das aber so schnell wie möglich sein", sagt Garcia.

Ab jetzt alles in Englisch

Für die Spieler brachte der neue Trainer auch eine wesentliche Änderung in der Kommunikation: Ab sofort wird bei Red Bull Salzburg Englisch gesprochen. "Wir sind eine internationale Truppe, deshalb wird es keine Probleme geben", sagte Verteidiger Andreas Ulmer. Der erste Eindruck des neuen Trainers sei positiv gewesen, betonte Ulmer, über taktische Vorstellungen sei aber noch nicht gesprochen worden.

Beim Trainingsauftakt nicht dabei waren Yordy Reyna und Reinhold Yabo, die noch Rehabilitationstraining absolvieren. Takumi Minamino und Hee-Chan Hwang sind mit ihren Nationalteams bei der U23-Asienmeisterschaft dabei. Auch Christoph Leitgeb nahm wegen neuerlich aufgetretener Knieprobleme nicht am Training teil. Er soll im Trainingslager in Belek, in das die Salzburger am Sonntag aufbrechen, ins Mannschaftstraining einsteigen. Die Frühjahrssaison beginnt für Salzburg am 7. Februar mit dem Gastspiel bei Admira Wacker.