LASK vorerst Erste-Liga-Leader

Erste Liga

LASK vorerst Erste-Liga-Leader

Linzer feierten in Kapfenberg 2:1

Der LASK hat am Freitagabend im Titelkampf der Fußball-Erste-Liga vorgelegt. Die Oberösterreicher setzten sich in Kapfenberg knapp mit 2:1 durch, feierten ihren bereits fünften Sieg in Folge und zogen zumindest für kurze Zeit um zwei Punkte an Tabellenführer St. Pölten vorbei. Die Niederösterreicher empfingen zum Abschluss der 26. Runde im Abendspiel noch Wiener Neustadt.

Die Aufstiegschance am Leben hielt der vier Zähler hinter dem LASK Dritte Wacker Innsbruck. Die Tiroler durften sich mit dem Heim-3:1 gegen Austria Klagenfurt über den dritten Sieg im siebenten Frühjahrsspiel freuen. Weiter Vierter ist Liefering nach einem erst in der Schlussphase fixierten 3:1-Erfolg in Grödig gegen Schlusslicht FAC. Der Fünfte Austria Lustenau gab sich zu Hause gegen Fix-Absteiger Austria Salzburg keine Blöße, siegte souverän 4:1.

Der LASK tat sich im Franz-Fekete-Stadion in den ersten rund 20 Minuten ziemlich schwer, schaffte aber einmal mehr in dieser Saison nach einem Rückstand noch die Wende. Die Oberösterreicher verteidigten damit ihre Nummer-eins-Position in der Frühjahrstabelle mit Erfolg. 2016 konnten bisher 16 Punkte eingefahren werden. Der KSV ist die dritte Mannschaft neben dem FAC und Salzburg, gegen die die Linzer in dieser Saison noch ohne Punkteverlust sind.

Die Obersteirer gingen durch einen Volleytreffer von Stefan Meusburger nach Nutz-Flanke zwar in Führung, mit Fortdauer der ersten Hälfte übernahmen aber die Gäste das Kommando. Die erste gute Kombination führte gleich zum Ausgleich. Christopher Drazan schoss aus 15 Metern überlegt ins Eck ein (24.). Es war der erste Saisontreffer für den Ex-Deutschland-Legionär.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel sorgte der Ex-Austrianer Peter Michorl mit seinem Erste-Liga-Premierentreffer (48.), einem platzierten Schuss aus 20 Metern ins Eck, für die Entscheidung. Den Vorsprung brachte die Glasner-Truppe mit viel Bauchweh über die Zeit.

Die Innsbrucker kehrten nach der bitteren Pleite gegen Salzburg auf die Siegerstraße zurück - und das gegen einen Lieblingsgegner. Gegen die Klagenfurter wurden alle drei bisherigen Saisonduelle gewonnen. Das Duell der besten Ligatorschützen endete Unentschieden. Thomas Pichlmann ließ sich seinen 18. Saisontreffer (86.) gutschreiben, Klagenfurts Patrik Eler hatte in der 28. Minute zum 14. Mal in dieser Saison getroffen. Er verletzte sich dabei aber auch und musste mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im linken Knöchel vom Platz getragen werden.

Der Heimsieg der Tiroler war insgesamt verdient, sie waren die etwas bessere Mannschaft. Alexander Hauser per Kopf nach Pichlmann-Idealflanke (21.) und Sebastian Siller nach Gründler-Vorarbeit (59.) steuerten die restlichen beiden Treffer der Gastgeber bei.

Im dritten Duell zwischen Lustenau und Salzburg setzte sich erstmals die Heimmannschaft durch - und das völlig ungefährdet. Dank Treffern des nun schon 14-fachen Saisontorschützen Julian Wießmeier (12. , 57.), Jodel Dossou (49.) und Trainersohn Seifedin Chabbi (62.) gelang den Vorarlbergern die Revanche für die 0:2-Niederlage im Reichshofstadion in der achten Runde. Die Salzburger hatten nach einem Freistoß-Traumtor von Halid Hasanovic aus fast 35 Metern (33.) zwischenzeitlich auf einen Punkt hoffen dürfen.

Liefering blieb gegen den FAC in der Liga ungeschlagen, holte im siebenten Duell dabei den fünften Sieg (zugleich in Folge). Für den mussten die "Jungbullen" aber hart arbeiten. Dimitri Oberlin (79., 92.) und Oliver Filip (87.) schafften erst in Überzahl die Wende. Maximilian Entrup hatte die Wiener entgegen den Spielverlauf in Führung gebracht (28.), Teamkollege Sascha Viertl in der 64. Minute die Ampelkarte gesehen.