austria rapid

Austria - Rapid

Gerechtes Remis im Horr-Stadion

Rapid ging im Horr-Stadion zweimal in Führung - Austria konnte aber zwei Mal ausgleichen und damit auch Tabellenführung souverän behaupten.

Das 283. Wiener Fußball-Derby hat am Sonntagnachmittag nach abwechslungsreichen sowie flotten 90 Minuten ein gerechtes 2:2-(1:1)-Remis zwischen Tabellenführer Austria und Rapid gebracht. Vor 10.800 Zuschauern im ausverkauften Horr-Stadion, darunter auch ÖFB-Teamchef Josef Hickerberger, erzielten Yüksel Sariyar (22.) und Johannes Aigner (85.) bzw. Stefan Kulovits (8.) und Mate Bilic (70.) die Tore. Nach dem Spiel kam es noch zu Randalen. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Austria daheim weiter ungeschlagen
Damit liegt die Austria, die als einzige Mannschaft zu Hause weiter ungeschlagen ist, nach 15 Runden fünf Punkte vor Titelverteidiger Salzburg in Front, während Rekordmeister Rapid mit sechs Zählern Rückstand auf den violetten Erzrivalen Fünfter ist. Bereits das erste Saisonduell zwischen den beiden Traditionsclubs hatte ein Remis (0:0) im Hanappi-Stadion gebracht.

Aggressiver Rapid-Beginn
Die ersatzgeschwächten Rapidler, bei denen Abwehr-Routinier Tokic überraschend nur auf der Bank saß, begannen sehr engagiert und bissig, bereiteten der Austria vor allem mit aggressivem Pressing große Probleme. Und gleich die erste Chance der Grün-Weißen brachte nach etwas mehr als sieben Minuten das 0:1: Bazina tankte sich auf der linken Seite durch und legte ideal zurück auf Kulovits, der den weit vor dem Tor positionierten Austria-Schlussmann Fornezzi mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern ins Kreuzeck bezwang (8.).

Danach ließen die Rapidler aber unverständlicherweise nach, zogen sich viel zu früh zurück und wurden dafür mit dem gerechten Ausgleich bestraft: Nach einem Acimovic-Freistoß von links war Sariyar mit der Schulter zur Stelle und erzielte das 1:1 (22.). Sowohl die Rapid-Abwehr als auch -Tormann Payer machten bei diesem Gegentreffer keine gute Figur.

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Payer-Glanztat
Vier Minuten später verhinderte der Schlussmann der Hütteldorfer aber mittels Glanzparade bei einem Mair-Kopfball nach einem Acimovic-Corner mit unglücklicher Patocka-Verlängerung die Austria-Führung. Der "Nachschuss" von Aigner ging daneben (26.).

Pacult auf Tribüne verbannt
Die Rapidler, deren Trainer Peter Pacult in Minute 36 wegen zu heftiger Kritik nach einer Gelben Karte für Kavlak von Schiedsrichter Thomas Steiner auf die Tribüne verbannt wurde, erfingen sich erst wieder in der Schlussphase der ersten Hälfte: Zunächst führte ein Bazina-Schuss, der von Schiemer an das Bein von Fornezzi abgefälscht wurde und schließlich im Tor-Aus landete, fast zu einem Eigentor (42.). Wenig später fegte ein Weitschuss von Thonhofer knapp über die Latte (43.).

Viele Chancen
Nach der Pause ging es dann gleich mit Großchancen hüben wie drüben los: Zunächst scheiterte Kulovits nach Traumpass von Bazina aus kurzer Distanz an Fornezzi (52.), auf der Gegenseite blieb Payer im direkten Duell mit Aigner nach wunderschönem Sariyar-Lochpass der Sieger (53.).

Bilic kommt und trifft
Pacult bewies dann auch von der Tribüne aus ein gutes Händchen, als er in der 67. Minute seine Bank beauftragte, Bilic ins Spiel zu bringen. Und der kroatische Joker sorgte gleich mit seiner ersten Ballberührung nach Querpass von Kavlak, den Bazina durchlaufen ließ, für die erneute Rapid-Führung. Bilic hätte dann auch für die Vorentscheidung sorgen können, scheitere aber zunächst an der Stange (79.) und wenig später an Fornezzi (80.).

Aigner rettet Austria
Die Schlussoffensive der Austria wurde mit dem Ausgleich belohnt: Nach einer Standfest-Flanke wehrte Payer einen Kuljic-Kopfball unglücklich ab und Hannes Aigner war per Abstauber zur Stelle. Aigner (88.) und Acimovic (91.) ließen im Finish Matchbälle für die Violetten aus.