Diese Frau jagt die FIFA-Bosse

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Diese Frau jagt die FIFA-Bosse

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US-Justizministerin will Korruptionssumpf der FIFA trocken legen.

Loretta E. Lynch steht schon seit ihrer Zeit als New Yorker Staatsanwältin an der Spitze der Ermittlungen in den USA gegen die verdächtigten FIFA-Mitglieder. Die 55-Jährige ist mittlerweile Justizministerin der Vereinigten Staaten. Sie hat den Posten erst im vergangenen Monat übernommen, sie war am 27. April vereidigt worden.

Das sind die verhafteten FIFA-Bosse

Jeffrey Webb (Cayman Islands), Vize-Präsident des Exekutiv-Komitees und "Ziehsohn" von Sepp Blatter

Eugenio Figueredo (Uruguay), bis vor kurzem Präsident des südamerikanischen Fußballverbands

Eduardo Li (Costa Rica)

Julio Rocha (Nicaragua) - im Bild links - ist bei der FIFA zuständig für Entwicklung und Präsident des nicaraguanischen Fußballverbandes.

Rafael Esquivel (Venezuela)

Jose Maria Marin (Brasilien)

Costas Takkas (Großbritannien) ist der Attaché des CONCACAF-Präsidenten Webb. (FOTO: Symbolbild)

Jack Warner (Trinidad Tobago), Ex-FIFA-Vizepräsident und Präsident der karibischen Fußballunion.

Nicolas Leoz (Paraguay), Ex-CONMEBOL-Präsident



Lynch, im November vergangenen Jahres von US-Präsident Barack Obama vorgeschlagen, ist die erste Afroamerikanerin in diesem Amt. Sie absolvierte 1981 das Harvard College. 1984 schloss sie die Harvard Law School ab, die als Elite-Schmiede für Juristen gilt. 1990 startete sie ihre Karriere in Diensten der US-Regierung im Gerichtsbezirk östliches New York. Geboren wurde Lynch in Greensboro im Südstaat North Carolina als Tochter eines Baptisten-Pfarrers und einer Englischlehrerin.

Als unabhängige Juristin hatte sie Terroristen, Mafiosi und korrupten öffentlichen Bediensteten den Prozess gemacht. Lynch hatte sich dabei laut Obama als unermüdliche Verfechterin der Bürgerrechte erwiesen.

FIFA-Funktionäre verhaftet



Bekannt wurde sie Ende der 1990er-Jahre durch die Verurteilung der New Yorker Polizisten, die den haitianischen Einwanderer Abner Louima bestialisch misshandelt hatten. Die mutmaßlich rassistisch motivierte Folterung Louimas gilt bis heute als einer der schlimmsten Fälle von Polizeibrutalität in der Geschichte New Yorks.

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