Guardiola: Fan-Zoff droht zu eskalieren

"(...) dann trete ich zurück"

Guardiola: Fan-Zoff droht zu eskalieren

Pep Guardiola hat sich mit Aussagen über Manchester Citys zu geringer Stadionauslastung ins Abseits gestellt - die Fans sind sauer.

Zuketzt überzeugte Manchester City beim 6:3 in der Champions League gegen RB Leipzig - allerdings nur vor rund 38.000 Zuschauern. City-Coach Pep Guardiola hofft nun auf stärkeren Publikumszuspruch beim nächsten Heimspiel gegen Southampton, wo Trainer Ralph Hasenhüttl an der Seitenlinie steht. "Wir haben in den letzten drei Heimspielen 16 Tore erzielt. Deshalb möchte ich, dass am Samstag mehr Leute kommen. Wir brauchen die Fans, denn wir werden müde sein", erklärte Guardiola.

Diese Aussage bezeichnete ManCitys offizieller Fanclub-Chef Kevin Parker als "frustrierend und nicht faktenbasiert. Unsere Zuschauerzahlen sind exzellent." In nationalen Bewerben sind bei Heimspielen des Meisters rund 55.000 Personen zugelassen - der Schnitt in der vergangenen Liga-Saison betrug 54.219. In den ersten beiden Matches dieser Spielzeit kamen jeweils über 51.000 Menschen. Das Champions-League-Spiel gegen Leipzig sei wie so manches Match in der "Königsklasse" in der Vergangenheit ein Ausreißer nach unten gewesen.

"Guardiola ist der beste Trainer der Welt, aber er versteht nicht, dass Spiele an einem Mittwochabend für manche ein Problem sind", sagte Parker. Citys Etihad Stadium bekam von rivalisierenden Gruppierungen schon vor Jahren den Spitznamen "Emptyhad" verpasst. "Aber dafür gibt es keine Grundlage. Und Guardiola spielt den Anhängern anderer Teams mit seinen Aussagen in die Hände", kritisierte Parker.

Guardiola spricht von Rücktritt

Der Spanier wollte sich am Freitag jedenfalls nicht dafür entschuldigen. "Ich sitze niemals hier und frage, warum die Leute nicht kommen. Wenn sie nicht kommen, kommen sie nicht", meinte Guardiola.

Der Star-Coach geht weiter und kokettiert dabei sogar mit einem Abschied aus Manchester: "Ich habe kein Problem mit den Fans. Wenn ich eines hätte, würde ich zurücktreten", sprach der 50-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Southampton-Hit.