Keeper Mignolet hadert mit Coach Klopp

Zoff bei Liverpool

Keeper Mignolet hadert mit Coach Klopp

Nach der Leihe von Karius zu Besiktas fühlt sich der Belgier benachteiligt.

Anfang des Jahres stand Simon Mignolet noch als Nummer eins der "Reds" im Tor, lief gegen den FC Burnley sogar als Kapitän auf. Knapp neun Monate später will der Belgier unbedingt weg aus Liverpool und ist sauer auf die Klub-Verantwortlichen um Trainer Jürgen Klopp. Mignolet hatte im Verlauf der Rückrunde seinen Platz im Tor an Loris Karius verloren. Im Sommer wurde dann auch noch der Brasilianer Alisson Becker für rekordverdächtige 62,5 Millionen Euro vom AS Rom geholt. Der belgische Nationalspieler hatte seinen Platz nun endgültig verloren und unterstrich anschließend mehrfach seinen Wechselwunsch. Laut Medienberichten stand selbst ein Transfer zum FC Barcelona im Raum.

 

Leihe von Champions-League-Pechvogel Karius fix 

Umso größer war beim 30-Jährigen nun offenbar die Verwunderung darüber, dass der deutsche Keeper nun für zwei Jahre an Besiktas Istanbul verliehen wurde. „Ich finde es bizarr, dass Karius ausgeliehen wird, während auch ich Optionen für ein Leihgeschäft hatte. Aber aus irgendeinem Grund war das nicht möglich“, so Mignolet sauer. Nach dem Transfer von Ersatzkeeper Danny Ward zu Leicester City, sei es gut möglich, dass Mignolet nun gegen seinen Willen in Liverpool verweilen muss. Der Belgier zeigt sich davon unbeeindruckt: „Der Transfer von Karius hat für mich nichts geändert“, sagte er gegenüber „Het Laatste Nieuws“: „Ich habe immer gesagt: Ich will spielen. Nummer zwei oder Nummer drei macht keinen großen Unterschied. Spielminuten sind das Wichtigste.“ Mit dem Umgang mit seiner Person ist Mignolet äußerst unzufrieden: „Niemand hat nach dem Weggang von Karius irgendetwas zu mir gesagt. Ich weiß also nicht, wie meine Zukunft in Liverpool aussehen soll. Wir werden sehen, was in dieser Woche passiert.“

 

Stimmung in Liverpool gelassen

Nach dem dritten aufeinanderfolgenden Sieg (1:0 gegen Brighton) wird die Reaktion Klopps noch erwartet, wo man aber vermutlich gelassener damit umgehen wird. Die "Reds" machen da weiter, wo sie aufgehört haben und verfolgen ganz klar das Ziel englischer Meister. Mit neun Punkten und einer sauberen Tordifferenz von 7:0 steht man derzeit auf dem 1. Tabellenplatz.