Hicke musste sich freikaufen

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Hicke musste sich freikaufen

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Unser Ex-Teamchef flüchtete aus Bahrain und ging zurück zu Al Wahda.

ÖSTERREICH sprach gestern um 14.22 Uhr mit Hickersberger. Da sagte er: „Ich habe schon das Flugticket in der Hand. In einer Stunde bin ich aus Bahrain weg ...“

Am späten Nachmittag jettete er nach Abu Dhabi, unterschrieb bei Al Wahda einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Hicke: „Ich bin glücklich, dass es geklappt hat. In Bahrain habe ich mich überhaupt nicht mehr wohlgefühlt. Außerdem habe ich keine Lust, mich beim Golf-Cup im Jemen von Terroristen in die Luft sprengen zu lassen!“

Verpokert
Letzte Saison gewann er mit Al Wahda den Meistertitel. Dann verpokerte sich Hickersberger: Weil er nicht die gewünschte Gagenerhöhung bekam, verließ Hicke den Verein und wurde Teamchef in Bahrain.

Nach nicht einmal fünf Monaten ist dieses Kapitel seit gestern wieder beendet. Hickersberger musste sich in Bahrain um rund 200.000 Dollar freikaufen. „Sonst hätte mich der Scheich nicht gehen lassen.“ Kaum dass Hicke die Pönale gezahlt hatte, wurden alle aus seinem Trainerstab gefeuert.

Auch Georg Zellhofer (50) verliert seinen Job als Olympia-Teamchef von Bahrain. Hicke: „Das tut mir sehr weh, weil ich mich für Zellhofer irgendwie verantwortlich fühle.“

Zwei Trainer verbraucht
Nach Hickes Abgang im Sommer verbrauchte Al Wahda zwei Trainer – den Rumänen Laszlo Bölöni (57) und den Brasilianer Tite (49). Im Moment liegt die Meister-Mannschaft auf Platz vier. Hickersberger soll sie wieder an die Spitze führen – gemeinsam mit Tormanntrainer Klaus Lindenberger (53).

Millionen-Gage. Al Wahda zahlt unserem Ex-Teamchef für die Rückkehr rund eine Million Dollar. Lebensgefährtin Doris begleitet Hicke nach Abu Dhabi.

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