Rot-Flut: CL-Kracher wird zum Skandalspiel

FC Porto gegen Atletico Madrid

Rot-Flut: CL-Kracher wird zum Skandalspiel

Der Spiel zwischen dem FC Porto und Atletico Madrid um den Einzug ins Achtelfinale entwickelte sich zum Skandalspiel.

Wie erbittert um das Achtelfinale der Champions Legaue gekämpft wird, bekam man im finalen Gruppenduell zwischen dem FC Porto und Atletico Madrid mit. Den Portugiesen reichte ein Unentschieden für das Weiterkommen in die K.o.-Phase, die "Rojiblancos" hingegen benötigten einen Sieg für den Aufstieg - soweit die Ausgangslage.

In der ersten Spielhälfte zeigten die Spanier eine eher maue Vorstellung in der Offensive, auf der anderen Seite hatte Porto in Person von Mehdi Tahremi (32.) und Marko Grujic (44.) gleich zweimal die Chance auf die Führung. Die wichtigsten Szenen ereignten sich jedoch erst in den zweiten 45 Minuten. In der 56. Spielminute klingelte es im Kasten der Portugiesen. Eine abgefälschte Ecke verwandelte Griezmann (56.) eiskalt.

Karten-Flut und Rudelbildung

Die Partie wurde anschließend immer hitziger: Plötzlich kam es während eines Einwurfs zur Rudelbildung vor den Trainerbanken. Atletico-Star Yannick Carrasco wurde von den Portugiesen provoziert, hatte seine Nerven nicht im Griff und strecket Otávio in Wrestlingmanier zu Boden. Auch die Trainerteams konnten nicht tatenlos zusehen, mischten sich in den Spielerstreit ein. Schiedsrichter Clément Turpin blieb nichts anderes übrig als dem Flügelspieler die Rote Karte zu zeigen. Mitspieler Angel Correa und Portos Altmeister Pepe sowie Teamkollege Otávio wurden kamen mit einer Gelben Karte davon.

Es dauerte nur vier Minuten ehe es zum nächsten Platzverweis kam. Portos Linksverteidiger Wendell kassierte nach einem Ellbogenschlag gegen Correa und als Auslöser der zweiten Auseinandersetzung die Rote Karte, dazu wurde auf Seiten Portos auch Ersatz-Keeper Marchesin des Feldes verwiesen. Zumindest waren die Teams nummerisch wieder ausgeglichen.

Atletico zündet spät den Turbo

Die Madrilenen nutzte die fehlende Oragnisation des Gegner eiskalt aus und netzten in der 90. Minute zum 2:0 durch Correa. In der Nachspielzeit erhöhte das Team von Diego Simeone sogar auf 3:0. Porto bekam kurz vor Ende der Partie noch einen Elfmeter zugesprochen - der harte Schlagabtausch endete mit einem 3:1-Sieg und einem umjubelten Einzug ins CL-Achtelfinale für Atletico.