Rudi Völler: "UEFA ist jetzt am Zug"

Leverkusen-Boss über Corona-Chaos

Rudi Völler: "UEFA ist jetzt am Zug"

Ex-Weltmeister und Leverkussen-Boss Rudi Völler fordert die UEFA zum Handeln auf.

Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen sieht angesichts von Absagen und der Anordnung von Geisterspielen im europäischen Fußball nun den Kontinentalverband UEFA in der Pflicht. "Es ist ein Punkt erreicht, an dem die UEFA am Zug ist", sagte der deutsche Weltmeister von 1990 am Mittwoch vor der Abreise mit seinem Verein zum Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei den Glasgow Rangers.

"In der Europa League werden am Donnerstag Spiele ausfallen. Und wenn ich mir den Spielplan anschaue, fehlt mir die Fantasie, wann das nachgeholt werden soll. Und in der italienischen Liga zum Beispiel kriegen sie es schon gar nicht mehr geregelt", betonte Völler. "Natürlich müssen die nationalen Verbände Entscheidungen treffen. Aber auch die UEFA muss nun mal klare Kante zeigen und erklären, wie es weitergehen soll. Was passiert mit den nächsten Runden, was passiert mit der EM? So kann es jedenfalls nicht funktionieren."

Die Leverkusener gehen davon aus, dass das Spiel in Schottland am Donnerstagabend (ab 21.00 Uhr live im oe24-LIVE-Ticker) nicht unter Ausschluss der Fans stattfinden wird. "Stand jetzt werden wir vor knapp 50.000 Zuschauern spielen", sagte Völler: "Aber hundertprozentig kann man das heutzutage nicht sagen." Bei Leverkusen stehen mit Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan gleich drei ÖFB-Legionäre unter Vertrag