Klartext-Ansage

Klopp-Zoff eskalierte bei WM – jetzt spricht van der Vaart

Ein Mann mit Bart spricht bei einer Pressekonferenz und gestikuliert mit der Hand.
© EPA
"Dann kracht es eben manchmal"
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Dieser TV-Zoff sorgte während der WM für Wirbel – und ist noch immer nicht ganz abgehakt. Rafael van der Vaart hat sich nun zu seinem öffentlichen Schlagabtausch mit dem neuen deutschen Bundestrainer Jürgen Klopp geäußert. Zurückrudern will der Niederländer nicht.

"Jürgen darf doch seine Meinung haben. Ich habe meine", sagt van der Vaart im Interview mit "Sport1".

Auslöser des Streits war ausgerechnet Virgil van Dijk. Nach dem 2:2 der Niederlande gegen Japan hatte van der Vaart den Oranje-Kapitän beim niederländischen Sender "NOS" scharf kritisiert. Van Dijks Leistung habe ihn "schockiert". Zudem verglich er dessen Beweglichkeit mit einer wendenden Boeing 747.

Klopp rechnete mit van der Vaart ab

Das wollte Klopp nicht stehen lassen. Der damalige MagentaTV-Experte hatte van Dijk einst beim FC Liverpool trainiert und mit ihm große Erfolge gefeiert.

Klopp konterte während der WM heftig: "Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es wert ist, Rafael van der Vaart zu erwähnen." Wenn der Niederländer irgendwann einmal etwas Positives über einen Spieler sage, sei er bereit, "ihn wieder ernst zu nehmen".

Jetzt reagiert van der Vaart auf diese Breitseite. "Ich stehe zu meiner Meinung. Ich analysiere das, was heute ist", sagt der 43-Jährige. Gleichzeitig könne er Klopps Reaktion nachvollziehen: "Klopp hat aber natürlich jedes Recht, Virgil zu verteidigen."

Als TV-Experte müsse er aussprechen, was er sehe. Würde er ständig darüber nachdenken, ob ehemalige Trainer oder Spieler deshalb sauer sein könnten, könne er seinen Job nicht machen.

"Vielleicht haben wir beide überzogen"

Persönlich nimmt van der Vaart Klopp den Angriff offenbar nicht übel. Im Gegenteil: "Ich mag Menschen, die ihre Meinung sagen. Jürgen macht das und ich mache das auch. Dann kracht es eben manchmal."

Ganz ohne Selbstkritik bleibt der Niederländer allerdings nicht. "Vielleicht haben wir beide ein bisschen überzogen", räumt van der Vaart ein. Im Studio sei man emotional und formuliere manches härter, "als du es am nächsten Morgen formulieren würdest".

Der WM-Zoff ist damit zumindest etwas abgekühlt. Bei seiner Einschätzung zu van Dijk bleibt van der Vaart aber weiterhin.

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