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Machtkampf bei 1860 München

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Präsidentenamt bei Münchner Löwen heiß begehrt. Kandidaten streiten öffentlich. "bwin" vor Sponsor-Absprung.

Beim deutschen Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München tobt ein Machtkampf um das Präsidentenamt. Eine Woche vor der Delegiertenversammlung, die über die künftige Besetzung des neunköpfigen Aufsichtsrat abstimmt, herrscht beim Klub von Trainer Walter Schachner Unruhe. Hintergrund ist der öffentlich ausgetragene Streit zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten, dem früheren "Löwen"-Coach Karsten Wettberg und dem Münchner TV-Produzent Otto Steiner.

Öffentliche Schmutzwäsche
Geschäftsführer Stefan Ziffzer fürchtet, angesichts der Auseinandersetzungen keine Sponsoren und Kreditgeber zu bekommen. Bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft der Fanclubs (ARGE) am Sonntag soll er Wettberg die Qualifikation zum "Löwen "-Präsidenten abgesprochen haben. Wettberg (64), der Transparenz im Klub forderte, konterte in der Münchner "Abendzeitung" mit Rufmord-Vorwürfen.

Sein Widersacher Steiner warf seinem Rivalen vor, allein das Präsidentenamt ins Zentrum der Debatten zu stellen. "Durch einen Komödienstadel a la 1860 werden Leute nur abgeschreckt", meinte der Geschäftsführer der "Constantin Entertainment".

Springt bwin ab?
Zusätzliche Unruhe bei den "Löwen " löste die Ankündigung des Sportwettenanbieters "bwin" aus, sich von mehreren Sponsorenengagements zu verabschieden. Der börsennotierte Wiener Internet-Wettanbieter ist Hauptsponsor bei den Münchnern, und kündigte laut Sprecher Hartmut Schulz an, "auf Grund der schwierigen gesetzlichen Situation auf dem deutschen Sportwettenmarkt" seine "Kommunikationsmatrix" zu überprüfen. Nach Gerichtsurteilen in mehreren deutschen Bundesländern darf für bwin nicht mehr geworben werden.

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