Salzburg feuert Maierhofer

Kein Platz mehr

Salzburg feuert Maierhofer

Sturmriese bei Bullen nicht mehr gefragt. Aber: Wohin zieht es den Torjäger?

„Major is all in“ – so stand es vor einiger Zeit auf einem Unterzieh-Shirt von Stefan Maierhofer zu lesen. Doch inzwischen ist der „Major“ (Maierhofers Spitzname im Bullen -Team) zumindest sportlich ziemlich out. Sein Trainer Roger Schmidt teilte dem 2,02 Meter langen Stürmer deutlich mit, dass er nicht mehr mit ihm plant.

Trainer Schmidt: „Wir 
sind uns darüber einig“
Schmidt spricht auch öffentlich freimütig über den bevorstehenden Abgang. Der Coach gegenüber Sky: „Wir sind uns darüber einig, dass es sinnvoller ist, sich zu trennen. Wir können Stefan nicht die Einsatzzeiten zugestehen, wie er sich das selbst vorstellt.“

Nun ist Maierhofer (heuer nur zehn Bundesliga-Einsätze, ein Tor, ein Assist) auf der Suche nach einem neuen Klub . Zu den Interessenten zählt sein Ex-Verein MSV Duisburg. Das Problem: Der deutsche Zweitligist schlitterte gerade knapp an der Insolvenz vorbei und ist kaum in der Lage, Maierhofers fürstliches Gehalt (eine Dreiviertelmillion Euro brutto per annum) zu stemmen. Deshalb müsste Salzburg Zugeständnisse machen.

Salzburg verzichtet
 auf eine Ablösesumme
Die Bullen dürften ihrerseits froh sein, Maierhofer (Vertrag bis 30. Juni) bereits vorzeitig von der Gehälterliste streichen zu können. Dafür wollen sie sogar Zugeständnisse machen. Eine Ablöse würden sie nicht verlangen.

Für Maierhofer bietet sich nun die wohl letzte Chance, noch einmal einen lukrativen Vertrag zu unterschreiben. Auch deshalb lässt sich der 30-Jährige beim Sondieren der Angebote alle Zeit der Welt.

Kein Weihnachtsfriede für Bullen-Kicker
Ob sich die Salzburger Bullen ihren Winterurlaub verdient haben? In der CL-Quali an Düdelingen aus Luxemburg zerschellt, in der Meisterschaft sieben Punkte hinter der Austria – die Schmidt-Schützlinge sind auf dem besten Weg, ihre sportlichen Ziele zu verfehlen. Umso wichtiger wird die Rückrunde.

Deshalb stattete Schmidt seine Kicker mit einem umfangreichen Trainingsplan für die dreiwöchige Urlaubszeit aus. Beim Trainingsbeginn am 9. Jänner im Sportzentrum Thalgau warten scharfe Kontrollen auf die Spieler des (Noch-)Meisters. Vom 21. Jänner bis 1. Februar geht es dann ins Trainingslager nach Belek.