Argentinien fordert:

"Diego, bitte bleib Teamchef!"

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Von der Präsidentin abwärts wollen alle Maradona als Teamchef behalten.

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Obwohl Diego Maradona seinen Rücktritt schon angedeutet hat ("Meine Zeit ist abgelaufen"), herrscht weiter Unklarheit über die Zukunft des argentinischen Fußball-Teamchefs. An Rückendeckung mangelt es dem 49-Jährigen, der monatelang heftig in der Kritik gestanden war, nicht. "Er muss bleiben", meinte auch Ex-Weltmeister Mario Kempes, der jahrelang in Österreich aktiv war. Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ist trotz des 0:4-Debakels im Viertelfinale gegen Deutschland "stolz" auf das Team von Maradona.

"Sind ihm dankbar"
Sie spreche wohl für die Mehrheit der Argentinier, "dass wir ihm dankbar sind", meinte die Präsidentin. Zur Belohnung lud sie das gesamte Team in den Regierungssitz ein. Das hatte sie Maradona, der mit seinem Team begeistert in Buenos Aires von über 20.000 Fans empfangen worden war, bereits nach dem K.o. am Samstag am Telefon sagen wollen. Er habe aber nicht reden können, weil er geweint habe.

Maradona will "Zeit für Familie"
"Ich habe alles gegeben, jetzt will ich mich der Familie widmen", war Maradona in der Zeitung "Cronica" zitiert worden. Doch es waren vor allem auch seine beiden Töchter, die ihn überhaupt erst dazu brachten, das Amt im Oktober 2008 zum 48. Geburtstag zu übernehmen. Als sie ihm jüngst zum Vatertag eine schmucke Designer-Sonnenbrille schenkten, führte sie der ebenso stolze wie exzentrische Papa gleich der versammelten Weltpresse in Südafrika vor.

"Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass er aufhört, nachdem er das Ziel WM-Titel nicht erreicht hat", meinte Maradonas Co-Trainer und Kumpel Alejandro Mancuso bei Radio del Plata. Deutlich machte auch er, dass die Entscheidung einzig bei Maradona liegt. Und diese überlässt der Präsident des Argentinischen Fußballverbandes AFA, Julio Grondona, ebenfalls der Hauptperson der "Gauchos".

Nur braucht Maradona offensichtlich mehr Zeit als einer seiner Vorgänger. 2006 nahm Jose Pekerman unmittelbar nach dem WM-Aus in Deutschland gegen das Gastgeber-Team seinen Hut. Alfio Basile folgte, ehe Maradona den Trainer-Posten beim zweifachen Weltmeister bekam.

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