Meister zeigte Moral und eroberte 2:2

Ried - Salzburg

Meister zeigte Moral und eroberte 2:2

Rieder führten nach 17 Minuten 2:0, Salzburg konterte mit Doppelpack

Red Bull Salzburg hat am Samstag Moral bewiesen und in Ried nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erobert. Der Meister musste frühe Gegentreffer durch Oliver Glasner (3.) und Markus Hammerer (17.) hinnehmen, konterte aber mit einem Doppelpack innerhalb von 149 Sekunden durch Simon Cziommer (66.) und Roman Wallner (69./Foul-Elfmeter). Durch das Remis weisen Ried und Salzburg jeweils drei Punkte Rückstand auf das Führungsduo Austria Wien (am Sonntag gegen Rapid) und Sturm Graz auf.

Ohne ihre drei Spanier Guillem (Bank), Carril (gesperrt) und Nacho (verletzt) in der Anfangsformation erwischten die Rieder einen perfekten Start. Nach Eckball von Florian Mader stellte Kapitän Oliver Glasner per Kopf auf 1:0 (3.). Salzburgs Abwehrchef Ibrahim Sekagya war da bei seinem Comeback nach Sprunggelenksverletzung noch nicht ganz im Bilde gewesen. Das traf auf die gesamte Salzburger Hintermannschaft auch beim 0:2 in der 17. Minute zu. Neuerlich ließ sich der Meister bei einer Standardsituation aushebeln. Nach Freistoß von Stefan Lexa scheiterte Markus Hammerer zunächst per Kopf an Eddie Gustafsson, beim Nachschuss von Hammerer war der Schwede aber chancenlos.


Bei einem Schuss von Anel Hadzic verhinderte Gustafsson den dritten Gegentreffer (22.), seine Vorderleute ließen lediglich durch Alan (8.) Gefahr aufblitzen. Wie unzufrieden Huub Stevens mit seiner Truppe, aber vor allem mit seiner Defensive war, zeigte er, indem er Rabihu Afolabi bereits vor der Pause vom Feld holte.

Die Salzburger waren auch nach dem Wechsel zunächst weit von einem Punktgewinn entfernt. Ein Doppelpack brachte die Truppe von Huub Stevens aber zurück ins Geschäft. Cziommer trat zunächst einen Eckball, nach einem Gestocher kam der Deutsche dann wieder an den Ball und stellte per abgefälschtem Schuss auf 1:2 (66.). Wenige Augenblicke später foulte Hammerer im Strafraum von hinten Dusan Svento, den Elfmeter verwandelte Wallner eiskalt flach ins rechte Eck (69.).

Im Finish suchten beide Teams die Entscheidung, die Rieder waren dem Siegtreffer durch Mader (75.) und Lexa (78.) näher als die Gäste, die allerdings durch Jakob Jantscher ebenfalls einen Matchball vorfanden und vergaben (86.).
 

Fußball: Ergebnisse und Tabelle tipp3-Bundesliga - 25. Runde

Fußball-Ergebnisse tipp3 Bundesliga mit Tabelle - 25. Runde:

Samstag, 12.03.2011

   

SK Sturm Graz - SC Wr. Neustadt

1:0

(1:0)

SV Mattersburg - SV Kapfenberg

1:1

(0:0)

SV Ried - Red Bull Salzburg

2:2

(2:0)

LASK Linz - Wacker Innsbruck

0:1

(0:0)

Sonntag, 13.03.2011

   

Austria Wien - Rapid Wien

16.00

 

Tabelle:

1.

Austria Wien

24

13

6

5

44:21

23

45

2.

SK Sturm Graz

25

13

6

6

45:23

22

45

3.

Red Bull Salzburg

25

11

9

5

29:18

11

42

4.

SV Ried

25

13

3

9

36:27

9

42

5.

SC Wr. Neustadt

25

11

5

9

32:33

-1

38

6.

Rapid Wien

24

10

7

7

36:27

9

37

7.

Wacker Innsbruck

25

9

8

8

31:28

3

35

8.

SV Kapfenberg

25

6

8

11

28:40

-12

26

9.

SV Mattersburg

25

5

5

15

19:41

-22

20

10.

LASK Linz

25

2

5

18

17:59

-42

11

Mattersburg - Kapfenberg 3 - SVM mit bitterem Remis

Der SV Mattersburg hat am Samstag einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft, eine mögliche Vorentscheidung im Abstiegskampf jedoch verabsäumt. Die Burgenländer erreichten in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga vor eigenem Publikum gegen den Kapfenberger SV durch Treffer von Bürger (60.) beziehungsweise Alar (93.) ein 1:1 und liegen damit neun Punkte vor dem Tabellenletzten LASK, der in Linz gegen Wacker Innsbruck eine 0:1-Niederlage kassierte.

Das 1:0 für die Gastgeber resultierte in einer niveauarmen Partie bezeichnenderweise aus einer Standard-Situation. Parlov zirkelte eine Freistoßflanke zur Mitte und Bürger beförderte den Ball per Kopf ins lange Eck. In der 55. Minute hatte Mörz noch die große Chance auf die SVM-Führung ausgelassen, als er nach Querpass von Farkas aus rund fünf Metern danebenschoss.

 Die Kapfenberger wachten erst nach dem Gegentreffer auf, der Ausgleich war ihnen zunächst aber nicht vergönnt - auch aufgrund einer äußerst umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung. Velicky spitzelte den Ball zunächst ins Tor und traf dann den herauseilenden SVM-Goalie Borenitsch an der Hand, weswegen der Assistent auf gefährliches Spiel entschied.

In der hektischen Schlussphase warf die Gregoritsch-Truppe alles nach vorne, hatte bei einer Parlov-Chance (90.) Glück und jubelte Sekunden vor dem Abpfiff über den Ausgleich. Nach einem Getümmel im Strafraum kam der Ball zum abseitsverdächtigen Gregoritsch, der den Ball über Borenitsch schupfte. Alar, wohl von gleicher Höhe aus gestartet, beförderte den Ball mit dem Kopf über die Linie.

LASK - Wacker Innsbruck 3 - Tiroler siegten dank Burgic-Tor

Die Situation für den LASK im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat sich am Samstagabend noch einmal verschlechtert. Das abgeschlagene Schlusslicht verlor vor 5.700 Zuschauern im Linzer Stadion gegen den FC Wacker Innsbruck mit 0:1 (0:0). Dem noch nicht genug, holte der Vorletzte SV Mattersburg gegen den Kapfenberger SV ein 1:1-Remis und hat nun nach 25 von 36 Runden schon neun Punkte Vorsprung auf den seit 14 Partien sieglosen LASK.

   Den spielentscheidenden Treffer erzielte Miran Burgic, der zuvor schon zwei Großchancen ausgelassen hatte, erst in der 89. Minute. Die weiter siebentplatzierte Elf von Coach Walter Kogler (35 Punkte) durfte sich damit über den ersten Auswärtssieg seit dem 22. September 2010 (4:2 in Kapfenberg) sowie neun Runden freuen und stellte damit den Anschluss an Rekordmeister Rapid (37), der erst am Sonntag im Derby auf die Austria trifft, sowie an Wiener Neustadt (38), her.

   "Ein Dreier ist Pflicht", hatte LASK-Coach Walter Schachner vor der Partie als Devise ausgegeben. Dementsprechend engagiert ging seine Truppe mit dem Selbstvertrauen nach dem 1:1-Remis zuletzt bei Sturm Graz im Rücken auch zu Werke. Ein Tenesor-Kopfball aus elf Metern ging genau auf Innsbruck-Goalie Grünwald (26.), zudem setzte Hart einen Gewaltschuss aus 25 Metern nur knapp über die Latte (36.).

   In einer vollkommen offenen Partie etwas gefährlicher waren die Tiroler, vor allem, nachdem Coach Kogler schon nach einer halben Stunde Merino aus dem Spiel genommen hatte. Bergmann rückte auf die rechte Mittelfeldseite, Schreter nach vor als hängende Spitze, um die einzige nominelle Spitze Burgic mehr zu unterstützen. LASK-Goalie Mandl drehte einen Schreter-Schuss über die Latte und ließ sich auch bei einem Burgic-Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck nicht überraschen (45.).

   Nach der Pause konnten sich die Gastgeber in der Offensive nicht mehr wirklich in Szene setzen. Zudem schied Bubenik mit Verdacht auf eine Rippenverletzung auch noch nach 60 Minuten aus. Die Innsbrucker waren wie schon am Mittwoch im Nachtragsspiel beim Kapfenberger SV dem Sieg näher, ließen allerdings vorerst die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen.

   Symptomatisch für die Abschlussschwäche der Gäste war eine Aktion in der 64. Minute: Der agile Ildiz bediente Burgic, der glücklose Stürmer traf aber den Ball aus elf Metern nicht wirklich. Der 26-jährige Slowene ließ auch einen zweiten "Matchball" ungenützt, in der 87. Minute scheiterte er nach einer idealen Harding-Hereingabe an Mandl. Zwei Minuten später durfte Burgic aber doch noch jubeln, nach schönem Zuspiel von Rapid-Leihgabe Bergmann ließ er Mandl im 1:1-Duell keine Chance und schob ins lange Eck ein (89.). Schreter hatte in der Nachspielzeit noch das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber kläglich (92.).

Sturm schloss zur Austria auf - bittere Niederlage für LASK 

Sturm Graz hat am Samstag zum Auftakt der 25. Runde in der Fußball-Bundesliga vorläufig zu Tabellenführer Austria aufgeschlossen. Die Steirer besiegten Wiener Neustadt mit 1:0 und haben nun ebenso 45 Punkte wie die "Veilchen" aus Wien, die am Sonntag im Derby Rapid empfangen. Ried und Salzburg trennten sich 2:2, beide Teams halten jetzt bei 42 Zähler. Der LASK verlor daheim gegen Innsbruck 0:1, während Mattersburg und Kapfenberg 1:1 spielten. Den Linzern fehlen nun neun Punkte auf den rettenden neunten Platz.