Alaba

WM-Quali

1:1 in Irland: Harte Kritik an David Alaba

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TV-Experte schießt nach dem bitteren Unentschieden gegen den ÖFB-Star.

Marcel Koller machte lange ein Geheimnis aus seiner Taktik. Unklar war, ob man mit einer Dreier- oder Viererkette aufläuft, auch wo David Alaba ran darf. Er gab im Vorfeld zu verstehen: "Ich spiele, wo mich der Trainer aufstellt." Am Ende spielte er, der beim FC Bayern zum Weltklasse-Linksverteidiger reifte, wieder auf seiner Wunschposition im zentralen Mittelfeld.

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Dort agierte er zwar ballsicher, konnte in der wichtigen Partie aber nicht entscheidend Einfluss nehmen. Eine Konstellation, welche seit der enttäuschenden EURO Bestand hat. Unser Superstar vermag zu selten zu überragen. Die Konsequenz: eine Debatte um seine Position.

TV-Experte Alfred Tatar fand nach dem bitteren Remis in Irland neuerlich klare Worte: "Schade finde ich, dass der Spieler der beim stärksten Verein spielt, eigentlich zentral im Mittelfeld nicht zur Geltung kommt. Für unsere Zwecke hat er leider nichts Positives bewirkt. Hier muss man irgendwann sagen, es ist genug: Du spielst jetzt auf deiner angestammten Position."

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Tatar

(c) GEPA

"Er interpretiert zu viel in sich hinein"

Beim Sky-Stammtisch war das Thema omnipräsent. Koller hob immer wieder Alabas Rolle im Aufbau hervor. Österreich habe nun mal wenige Akteure, die den Ball halten und verteilen können, so der Tenor des Schweizers. Alaba reagierte bisweilen genervt darauf. Laut Tatar nehme er sich zu wichtig. "Er interpretiert mehr in sich hinein, als da ist auf dieser Position. David dürfte bestimmen, welche Position er einnimmt", sagte der 53-Jährige. Eine harte Attacke.

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Ruhe dürfte somit vorerst in jener Causa nicht einkehren. Zumal am 2. September ein echtes "Finale" um Russland steigt: Dann gastiert man in Wales bei Superstar Gareth Bale. Ein Dreier ist bei vier Punkten Rückstand auf Serbien und Irland sowie nur vier verbleibenden Begegnungen Pflicht.

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