Hymnen-Wirbel um National-Elf: Hat ÖFB beim ORF interveniert?

Keine "Töchter" zu hören

Hymnen-Wirbel um National-Elf: Hat ÖFB beim ORF interveniert?

Auch gegen Norwegen haben die ÖFB-Spieler den falschen Text der Hymne gesungen. Die "Töchter" haben wieder gefehlt. Just in dem Moment schnitt der ORF aber zu Teamchef Foda, der die richtige Version sang. Ein Zufall?

Wo sind die "Töchter"? Bereits bei den vergangenen Länderspielen musste man bei der Österreich-Hymne vergeblich auf den "neuen" Text der Nationalhymne, der immerhin bereits 2012 geändert wurde, warten. Die Spieler der Nationalelf weigerten sich bisher die "Töchter" mitaufzunehmen. Und auch gegen Norwegen sollte es wieder so weit sein. Doch just als diese Stelle der Hymne an der Reihe war, schnitt der ORF passenderweise zu Teamchef Franco Foda, der die richtige Version sang, und drehte den Gesang der restlichen Spieler ab. Ein Zufall? Laut Bericht von "90minuten.at" nicht. Hier heißt es, dass der ÖFB beim ORF interveniert haben soll.

Der ÖFB selbst bestreitet den Vorwurf. "Der ÖFB befindet sich vor jedem Länderspiel hinsichtlich Countdown, Pre- und Post-Match-Aktivitäten, besonderen Ereignissen rund um das Spiel (Trauerminute, Fan-Choreografien, Ehrungen...) etc. in Austausch mit dem Host Broadcaster ORF, ist aber in inhaltliche Entscheidungen in keiner Weise eingebunden bzw. hat keinerlei Einfluss darauf. Das wäre nicht im Einklang mit dem Grundsatz der redaktionellen Unabhängigkeit", wird die Stellungnahme des Verbands zitiert.

Auch der ORF bestritt ein Eingreifen seitens des ÖFB. "Es ist üblich beim Absingen der Hymne auch die Trainerbank miteinzubeziehen, der Umschnitt (in dem Fall zu Franco Foda) erfolgt dabei oft an ähnlicher Stelle. Und was den Ton betrifft so folgt dieser bei einer derartigen Liveproduktion immer der Kamera. Grundsätzlich ist festzuhalten: Selbstverständlich gab und gibt es keinerlei Eingriffe in die redaktionelle Unabhängigkeit der ORF-Sportredaktion", heißt es in einer entsprechenden Stellungnahme.