Dragovic Arnautovic Alaba

nationalteam

ÖFB kämpft um mehr EURO-Tickets

Artikel teilen

Die Österreich-Spiele bei der EM sind bereits total überbucht.

Fünf der sechs Nationalteams der losen Interessensvereinigung M6 der mitteleuropäischen Fußball-Verbände haben sich für die EURO 2016 vom 10. Juni bis 10. Juli in Frankreich qualifiziert. Die Hoffnung auf den Aufstieg ins Achtelfinale hegen alle, im Bestreben nach mehr Tickets für die eigenen Fans wollen sich die Mitglieder der M6-Gruppe gegenseitig unterstützen.

233.000 Anfragen
Die Nachfrage nach den Tickets hat alle Vorstellungen gesprengt. Rund 223.000 rot-weiß-rote Anhänger haben sich für Fansektor-Karten bei den Partien gegen Ungarn (14. Juni, Bordeaux), Portugal (18. Juni, Paris) und Island (22. Juni, Paris/St. Denis) beworben. Für die Spiele gegen Ungarn und Portugal stehen dem ÖFB rund 8.000 Tickets zur Verfügung, gegen Island etwa 15.000.

"Die Kontingente sind bei weitem nicht ausreichend. Bei der Überbuchung liegt Deutschland vor Polen und Österreich", erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner am Montag bei einer Pressekonferenz der M6 (Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Liechtenstein). Die Partie gegen Portugal etwa sei zwölffach überbucht, betonte der Oberösterreicher.

Hoffnung
Windtner will das Thema bei der UEFA noch einmal ansprechen, hofft aber auch auf bilateralen Austausch nicht genützter Kontingente. "Vielleicht gibt es Chancen, bei einem Spiel wie gegen Island Kontingente zu akquirieren. Vielleicht kann man sich helfen, auch Restkontingente auszuschöpfen und einen bilateralen Austausch zu schaffen, um sich Restkontingente zu sichern. Aber eines ist klar: der Run ist gewaltig, es wird viele Enttäuschte geben, aber wir werden unser Bestes versuchen", sagte Windtner.

Diplomatisch gab sich Ungarns Verbandspräsident Sándor Csányi, wenn es im Hinblick auf das erste EM-Spiel gegen Österreich um das sportliche Ziel geht. "Das wird ein sehr schwieriges Spiel, Österreich ist die Nummer zehn der Welt. Aber Fußball ist Fußball, am 14. Juni kann alles passieren. Ich hoffe, dass nach der Gruppenphase beide Mannschaften glücklich sein werden und beide Mannschaften aufsteigen", meinte er.

Polen (Deutschland, Ukraine, Nordirland) und Tschechien (Spanien, Kroatien, Türkei) sind in zwei ausgesprochen starke Gruppen gelost worden, die Slowakei trifft auf England, Russland und Wales. "Wenn ich höre, dass zwölf Mannschaften ins Halbfinale wollen, wird es spannend, wie sich das entwickelt", meinte Polens Präsident Zbigniew Boniek.

Video zum Thema: Volksgarten-Party mit den ÖFB-Stars

 
OE24 Logo