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WM-Qualifikation

ÖFB-Team: Defensive macht uns Sorgen

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Österreich atmet nach 2:1 in Georgien auf. Eines bereitet Kopfzerbrechen.

Erleichterung pur in den Gesichtern der ÖFB-Star. Nach der verkorksten EURO war der Druck groß, in Georgien haben sie mit dem 2:1 den geforderten Pflicht-Dreier gefeiert. Auch wenn vor allem am Schluss jede Menge Glück dabei war!

+++ Nach Georgien-Sieg: Koller nimmt Alaba in Schutz +++

"Am Ende war es eine Zitterpartie, aber es zählen die drei Punkte", betont Marc Janko. Das 2:0 knapp vor der Halbzeit war sein 27. Tor im Team. Damit ist er nun vor Andreas Herzog und Mathias Sindelar (je 26) die Nummer fünf in der ewigen Bestenliste. Zuvor hatte Martin Hinteregger mit seinem ersten Tor für Rot-Weiß-Rot die Führung erzielt.

Nach der Pause folgte aber der Rückfall. "Wir hatten die Chance zum 3:0, das haben wir nicht gemacht. Dann war klar, dass Georgien nochmal alles versucht", analysierte Neo-Kapitän Julian Baumgartlinger.

Die Defensive macht uns Sorgen

Georgien kam noch heran - doch Österreich zitterte sich über die Distanz. Es war ein Sieg mit Bauchweh. Vor allem, weil es in der Defensive haperte! Fakt ist: Wir hatten in der zweiten Halbzeit die Partie phasenweise nicht im Griff. In der 84. Minute musste Alessandro Schöpf aushelfen und rettete auf der Linie vor dem Ausgleich.

Abwehrchef Aleksandar Dragovic wirkte nicht so souverän wie gewohnt. Immer wieder gab es Abstimmungsprobleme mit Martin Hinteregger. Der erzielte zwar die Führung, danach schlichen sich aber zahlreiche Fehler ein. Der Neo-Augsburger war in vielen Situationen zu wenig energisch.

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"Bei uns waren in Halbzeit zwei teilweise die Abstände zwischen den Linien zu groß", sagt Teamchef Marcel Koller. Ein Fehler, der uns bereits bei der EM zum Verhängnis wurde.

Wichtig für die Moral der Spieler

Er stellt klar: "Über all dem steht der Erfolg. Der ist wichtig, um das Selbstvertrauen zu bekommen. Es gibt kein Getränk dafür, um plötzlich wieder mit stolzgeschwellter Brust dazustehen. So etwas musst du dir erarbeiten."

+++ Nach Tor: Darum jubelte Hinteregger nicht

Baumgartlinger schlägt in die selbe Kerbe: "Der Sieg freut mich für die Mannschaft, ist auch ganz wichtig für die Grundstimmung." Für das ÖFB-Team geht es am 6. Oktober daheim im Happel-Stadion gegen Wales weiter.

"Wir sind wieder in der Spur", freute sich Baumgartlinger. So soll es gegen Superstar Gareth Bale und Co. weitergehen. Dafür muss das schwache Abwehrverhalten aber schnell abgestellt werden.

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