Stöger will die Fans versöhnen

Austria neu:

Stöger will die Fans versöhnen

Neo-Austria-Coach Stöger über seine Ziele für die neue Saison.

Gestern, 13 Uhr: Stöger triff sich mit Amateure-Trainer Herbert Gager. Er will wissen, wie es um den violetten Nachwuchs steht, sagt: „Ich muss mir ein Bild vom gesamten Kader machen.“ Stöger will keine Zeit verlieren, am 11. Juni ist Trainingsstart. Da muss die Mannschaft stehen.

Schnellschüsse am Transfermarkt wird es trotzdem nicht geben. „Wir spielen ja leider nicht im Europacup, dass heißt, ich brauche nicht sofort einen Neuen. Wenn, dann werden wir uns punktuell verstärken, mit Spielern, die uns auch in drei Jahren noch helfen.“

Wo sieht Stöger Handlungsbedarf? „Das will ich noch gar nicht einschätzen“, gibt der neue Veilchen-Coach zu. Er will sich erst mit Co-Trainer Manfred Schmid beraten. Der kommt am Wochenende aus dem Urlaub und wird Stöger sagen, warum es unter Vorgänger Ivica Vastic nicht funktioniert hat.

Stöger: „Vielleicht gibt es ja einige Spieler, aus denen wir mehr rausholen können. Oder der Umgang innerhalb der Mannschaft hat nicht gestimmt. Das alles muss ich mir erst einmal anhören.“

Sicher ist sich Stöger, was die Fans betrifft. Nach dem Vastic-Wirbel liegt es an ihm, den Anhang zu versöhnen. Der Neo-Coach cool: „Ich war lange genug bei der Austria, um zu wissen, worauf es ankommt. Die Fans wollen schönen, offensiven und erfolgreichen Fußball sehen – dann sind sie zufrieden.“

Diashow: Die besten Bilder von Peter Stöger

Die besten Bilder von Peter Stöger

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    Roland Linz erhält neue Chance
    „Die ganze Aufregung um Linz und was vorher bei anderen Trainern war, interessiert mich überhaupt nicht. Ich will mir selbst ein Bild machen“, sagt der neue Austria-Trainer.

    Immerhin holte Stöger in seiner ersten Ära als Veilchen-Coach 2005 gemeinsam mit Linz den Titel. Bonus gibt es für den Torjäger dafür allerdings keinen. „Es ist weder ein Vor- noch ein Nachteil. Er hat dieselbe Ausgangsposition wie alle anderen. Wenn er Gas gibt, werden wir mit ihm viel Freude haben. Wenn nicht, wird er nicht oft spielen.“

    Kontakt zwischen Neo-Coach und Torjäger gab es bislang nicht. Linz befindet sich noch bis 7. Juni mit seiner Verlobten Alina auf den Seychellen im Liebesurlaub, sagt aber: „Ich freue mich auf den Neubeginn mit Stöger. Ich fühle mich wohl in Wien und habe mit der Austria noch große Ziele.“

    Lesen Sie auf der nächsten Seite das ÖSTERREICH-Interview mit Neo-Austria Wien-Trainer Peter Stöger:

    ÖSTERREICH: Gratulation! Was ist das für ein Gefühl, Austria-Trainer zu sein?
    Peter Stöger: Ich bin erleichtert, dass jetzt alles über die Bühne gegangen ist. Und ich bin überglücklich. Ich bin stolz, zurück bei der Austria zu sein. Für mich hat sich wirklich ein Traum erfüllt.

    ÖSTERREICH: Was sind Ihre Ziele?
    Stöger: Ich weiß, dass die Austria ein großer Klub ist, was von mir erwartet wird. Wir wollen zurück in den Europacup.

    ÖSTERREICH: Sind Sie bereit für diese Aufgabe?
    Stöger: Ich habe viel Erfahrung gesammelt, war mir auch für die Regionalliga nicht zu schade. Ich weiß es zu schätzen, was ich jetzt habe. Das verlange ich auch von den Spielern. Es ist eine Ehre, bei der Austria zu sein.

    ÖSTERREICH: Stichwort Spieler: Ihre Vorgänger hatten Probleme mit Roland Linz. Wie werden Sie damit umgehen?
    Stöger: Roland Linz ist für mich weder negativ vorbelastet noch hat er einen Bonus. Ich werde mit ihm genau wie mit allen anderen reden. Wenn er bereit ist, uns weiterzuhelfen, wird er Teil der Mannschaft sein.

    ÖSTERREICH: Werden neue Spieler kommen?
    Stöger: Wir wollen aus den vorhandenen Spielern mehr rausholen und suchen punktuell nach Verstärkungen.