Polizei schuld an Derby-Krawallen

Mob übersehen

Polizei schuld an Derby-Krawallen

Österreichs Fußball droht den Kampf gegen die Chaoten endgültig zu verlieren.

200 Rapid - Hooligans , eine wilde Massenrauferei hinter der Austria -Arena, mehrere Verletzte, darunter ein achtjähriges Kind (ÖSTERREICH berichtete)! Ein weiterer Fan erlitt einen Armbruch. Das ist die erschütternde Bilanz nach dem Wiener Derby !

Austria-Boss Kraetschmer: scharfe Kritik an Exekutive
Vor allem die Exekutive steht massiv in der Kritik. Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer: „Alles deutet auf einen Fehler der Polizei hin. Ich frage mich, wie so was passieren kann.“ Hintergrund: Der Vorfall geschah in der sogenannten Sicherheitszone ums Stadion. Dort ist die Polizei für Ordnung und Sicherheit zuständig.

Fakt ist: Die Polizei hatte trotz Großaufgebot (500 Exekutivkräfte, 17 szenekundige Beamte) übersehen, dass ein gewaltbereiter Mob konspirativ zum Stadion gelangt war. Dort stürmte die Horde auf die Austria-Anhänger hinter der Osttribüne los – eine von langer Hand geplante Attacke!

Nur 4 Gewalttäter festgenommen
Doch da die Exekutive erst viel zu spät zum Ort des Geschehens vorrückte, konnten nur vier Gewalttäter in Gewahrsam genommen werden. Während des Spiels zündeten Rapid-Chaoten zahlreiche Bengalen.

Fast schon zynisch mutet da eine offizielle Stellungnahme der Polizei an: „Sonstige Zwischenfälle gab es keine.“ Österreichs Fußball droht den Kampf gegen Rowdys und Chaoten endgültig zu verlieren. Die echten Fans sind die Leidtragenden.

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Die Bilder zu den Derby-Krawallen

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    Nach den Krawallen vom Sonntag winkt eine dauerhafte Übersiedlung des Derbys ins Happel-Stadion – für beide Klubs eine Horror­vision! Schon Montag schaltete sich die Politik ein. Der Druck auf Klubs und Liga wächst. Rapid-Boss Rudolf Edlinger zu ÖSTERREICH: „Wenn die Politik das fordert, werden wir das zur Kenntnis nehmen!“ Immerhin: Vonseiten der Liga gibt es kein Verfahren, weil die Vorfälle nicht im Stadion stattfanden.