Rapid hofft auf Hilfe vom Papst

Göttliche Unterstützung

Rapid hofft auf Hilfe vom Papst

Die Hütteldorfer wollen Benedikt XVI. persönlich für sich gewinnen.

Das ist ein wahrhaft himmlischer Plan: Rapid will um die Gunst des Heiligen Vaters in Rom bitten – und Benedikt XVI. offiziell zum Fan küren …

Kein Schmäh: Pfarrer Christoph Pelczar, seit 2007 als Mental-Trainer beim Rekordmeister tätig, will dem Papst bei einer Audienz am 18. Mai ein Rapid-Trikot überreichen. Das grün-weiße Kleidungsstück trägt die Aufschrift „Benedikt XVI.“ auf dem Rücken. Übrigens: Nur vier Tage nach der Audienz (am 22. Mai) steht die vorletzte Bundesliga-Runde auf dem Programm: Rapid empfängt dann die Wiener Austria im Hanappi-Stadion …

Sonntag setzt Rapid auf die irdischen Kräfte von Salihi
Am kommenden Sonntag jedoch ist Rapid bei den Austrianern zu Gast – noch ohne Segen des Pontifex. Dafür kann man auf die irdischen Kräfte von Torjäger Hamdi Salihi (12 Saisontreffer) bauen. Der Albaner, von Trainer Peter Pacult allzu oft verschmäht, dürfte sich mit seinem Doppelpack beim 2:0 gegen Ried ein Fixleiberl erkämpft haben. Auch wenn Salihi sagt: „Ich kann nichts fordern. Wichtig ist nur der Erfolg der Mannschaft. Das ist mir wichtiger, als Tore zu schießen.“

Doch selbst Rapids größter Torjäger aller Zeiten bricht jetzt eine Lanze für „Hamdi-Gol“. Klub-Legende Hans Krankl: „Hamdi hat das Vertrauen des Trainers gerechtfertigt. Ich war überrascht, dass er zuvor nicht öfter gespielt hat. Ich weiß nicht, warum Peter Pacult von anderen mehr gehalten hat.“

Und noch etwas spricht für einen Salihi-Einsatz am Sonntag: Beim letzten Rapid-Gastspiel in Favoriten traf der Albaner zum 1:0-Sieg – und beendete Rapids fünfjährige Sieglos-Serie beim Lokalrivalen.

Edlingers Appell an Fans: Volle Unterstützung!
Rapid-Boss Rudi Edlinger peilt schon den nächsten Coup an: „Wir als Rapidler fahren mit erhobenem Haupt zu unserem Stadt­rivalen. Über 2.000 grün-weiße Fans werden wieder mit von der Partie sein – und, wie ich hoffe, die Mannschaft bedingungslos unterstützen.“ Edlingers Appell an die Pacult- und Hörtnagl-Gegner unter den Anhängern: „Ich bin der Meinung, dass wir die Arbeit von Pacult und Hörtnagl respektieren sollten.“ Das wäre auch im Sinne von Pfarrer Pelczar. Der verfolgt noch andere Pläne: Nach dem Vorbild von Schalke oder Barcelona will er auch in Hütteldorf eine Stadion-Kapelle einrichten: „Als Ort der Ruhe.“