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Rapid holt in Salzburg einen Punkt

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Nach hektischem Spitzenspiel trennten sich die Teams mit einem 1:1.

Der Schlager der 21. Bundesliga-Runde hat am Sonntag mit einem Ergebnis geendet, das weder Red Bull Salzburg noch Rapid nützt. Durch das 1:1 vor 15.800 Zuschauern in Wals-Siezenheim liegt der viertplatzierte Fußball-Meister aus der Mozartstadt schon fünf Punkte hinter Spitzenreiter SV Ried, den Hütteldorfern fehlen sogar schon neun Zähler auf die Innviertler.

Wallner (35.) und Soma (71.) erzielten die Treffer in einer Partie, die vor allem in der zweiten Hälfte von Hektik und einigen Härteeinlagen geprägt war. So sahen Cziommer (Salzburg) und Drazan (Rapid) nach einer Rangelei in der 47. Minute die Rote Karte, in der 69. Minute musste auch Drazan-Clubkollege Prokopic mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Sekagya schon in der Kabine - Salzburgs Abwehrchef musste nach einem Foul von Vennegor von Hesslink mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im Knöchel ausgetauscht werden.

Dabei hatte die Partie relativ gesittet begonnen. Rapid erarbeitete sich zunächst Vorteile und wurde erstmals in der 6. Minute gefährlich, als sich Drazan gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, sein Schuss aber von Tremmel per Fußabwehr pariert wurde. Drei Minuten später musste der Deutsche, der neuerlich den Vorzug gegenüber Gustafsson bekommen hatte, bei einem Schuss von Pehlivan neuerlich sein ganzes Können aufbieten.

Wallner trifft für die Bullen
Danach kamen die Salzburger besser ins Spiel, allerdings machte Payer Chancen von Zarate (17.) und Cziommer (26.) zunichte. In der 35. Minute jedoch war der Rapid-Goalie machtlos: Cziommer spielte auf Wallner, der sich mühelos von Soma löste und von der Strafraumgrenze mit einem platzierten Schuss ins lange Eck einschoss.

Rot für Cziommer, Drazan und Prokopic
Bald nach dem Seitenwechsel folgten die Ausschlüsse von Cziommer und Drazan, aus denen Rapid mehr Kapital schlagen konnte. Die Hütteldorfer übernahmen dank der Hereinnahme von Hofmann das Kommando, ließen sich auch von Gelb-Rot gegen Prokopic nach unnötig hartem Einsteigen gegen Jantscher nicht beirren und schafften noch den verdienten Ausgleich.

Ausgleich durch Soma
Hofmann zirkelte einen Freistoß in den Sechzehner, Tremmel vermochte den Kopfball von Katzer nur kurz abzuwehren und Soma staubte aus kurzer Distanz ab. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Für die Salzburger versuchten Zarate (75.), Schiemer (81.) und Wallner (83.) vergeblich ihr Glück, auf der Gegenseite scheiterten Hofmann (76.) und Vennegoor of Hesselink (85.).

Den Matchball vergab Schiemer in der 94. Minute, womit die Mozartstädter so wie die Grün-Weißen im Frühjahr weiter sieglos sind und gegen Rapid seit einem Jahr auf einen vollen Erfolg warten.

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Wir haben uns durch die zwei Roten Karte und die Verletzung von Sekagya durcheinanderbringen lassen und auch bei Standards nicht aufgepasst. Schade, weil wir die Chance hatten, das Spiel nach Hause zu bringen. Wir haben unsere Chancen nicht genützt, dann verdient man auch nicht, zu gewinnen. Es ist nicht einfach, gegen eine Mannschaft zu spielen, die einen Spieler weniger hat. Da kann der Gegner hinten zumachen und auf Konter spielen."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben von der ersten Minute an eine gute Leistung geboten und unserem Präsidenten zumindest ein halbes Geburtstagsgeschenk gemacht (Anm.: Rudolf Edlinger wurde am Sonntag 71 Jahre alt). Wir hatten eine gute Raumaufteilung und haben den Ball auch mit acht Spielern gut laufen lassen. Ein Punkt ist nicht das Optimale, aber aufgrund der Umstände kann man zufrieden sein. Am Ende hatten beide Mannschaften einen Matchball. Der Schiedsrichter hat das geahndet, was er gesehen hat, und das ist von mir nicht zu kommentieren. Diese Leistung kann viel Positives bewirken."

Red Bull Salzburg - SK Rapid Wien 1:1 (1:0)
EM-Stadion Wals-Siezenheim, 15.800, Einwaller.

Torfolge: 1:0 (35.) Wallner, 1:1 (71.) Soma

Salzburg: Tremmel - Bodnar, Sekagya (60. Hinteregger), Afolabi, Svento - Schiemer - Zarate (82. Hierländer), Leitgeb, Cziommer, Jantscher - Wallner (84. Boghossian)
Rapid: Payer - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Heikkinen, Pehlivan (46. Hofmann) - Kavlak (86. Nuhiu), Prokopic, Drazan - Vennegoor of Hesselink

 Rote Karten: Cziommer (47./Tätlichkeit) bzw. Drazan (47./Tätlichkeit)
 Gelb-Rot: Prokopic (69./wiederholtes Foulspiel)
 Gelbe Karten: Schiemer bzw. Pehlivan, Kayhan, Vennegoor of Hesselink

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