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Rapid in der Mega-Krise

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Die Austria schoss sich unter Neo-Trainer Zellhofer den Frust von der Seele - in Hütteldorf sucht man weiter den Erfolg.

Seit dem 4. September ist Peter Pacult (47) nun schon Trainer in Hütteldorf. Seine Bilanz bisher: zwei Niederlagen, vier Remis, nur ein Sieg und die Cup-Pleite. Auch unter seiner Regie hält die Auswärtsnegativserie an. Seit dem 22. Oktober 2005 waren es für Rapid nun schon 17 erfolglose Auswärtsfahrten. Drei davon mit PP: Remis in Tirol, Niederlagen bei Sturm und Altach.

Problemzonen
Der Trainer sah seine Mannschaft zwar nicht in komplett katastrophalem Zustand: „Wir haben verloren, weil alles gegen uns gelaufen ist.“ Dennoch haben die Grün-Weißen einige Problemzonen zu bekämpfen. Immer noch ist der Kader durch die Ausfälle von Hofmann (Knie), Bazina (Sprunggelenk), Thonhofer (Bänderverletzung) und Kincl (Leiste) geschwächt. Im Sturm klappt es nicht, weil keiner da ist, der die Bälle in die Spitzen verteilen könnte. Auch die Systemumstellung auf nur einen Stürmer brachte nichts. Steffen Hofmann (26) ist zwar auf dem Weg der Besserung, wird aber bis Sonntag nicht einsatzfähig sein.

Kavlaks Verantwortung
Auch bei der 1:3-Pleite in Altach war Veli Kavlak (17) wieder einmal der einzige Lichtblick im Offensivbereich der Hütteldorfer. Frech arbeitete der Mittelfeldwirbelwind nach vorn und wurde dann auch mit seinem zweiten Saisontor belohnt. Auf Rapids Nummer 17 lasten enorm viel Verantwortung und Druck. Kann ein 17-Jähriger den Rekordmeister aus der Krise führen?

Demütigung
Als ob alles nicht schon schlimm genug wäre, muss Rapid auch mit dem Verhalten der eigenen Fans kämpfen. Ein bisschen Stimmung ist normal. Aber, dass sich die Mannschaft beschimpfen lassen muss, dass Stefan Kulovits (23), der sich nach der Pleite den Fans stellte, gedemütigt und mit Bier angeschüttet wird, nicht.

Wiener Derby
Die nächste Aufgabe für die Pacult-Elf wird nicht leicht: Am kommenden Sonntag kommt die gestärkte Austria mit Ex-Rapid-Coach Georg Zellhofer (46) zum Derby nach St. Hanappi. Zwar ist dann Kapitän Martin Hiden (33) wieder an Bord, aber bis dahin wartet noch viel Arbeit auf Rapid-Coach Peter Pacult.

Von Claudia Schwedler/ÖSTERREICH

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