Was für eine Nervenschlacht in London! Arsenal steht nach einem knappen 1:0-Sieg gegen Atletico Madrid im Finale der Champions League. Während Bukayo Saka jubelt, verzweifelt Giuliano Simeone an seinen Nerven.
Der FC Arsenal empfängt nach dem hart umkämpften Hinspiel den spanischen Spitzenklub Atletico Madrid zum entscheidenden Rückspiel im Emirates Stadium. In einer Partie, die von Beginn an durch enorme Intensität, Kampf und viele technische Fehler auf beiden Seiten geprägt war, behielten die Gunners letztlich kühleren Kopf. Das entscheidende Goldtor fiel kurz vor dem Pausenpfiff (44.): Nach einer Fehlerkette in der Atletico-Abwehr bediente Viktor Gyökeres den mitgelaufenen Leandro Trossard. Dessen Abschluss konnte Atletico-Keeper Jan Oblak zwar noch parieren, doch Bukayo Saka schaltete am schnellsten und staubte zur Führung ab.
Simeone-Patzer ebnet Weg ins Finale
Nach dem Seitenwechsel drückte Atletico auf den Ausgleich, scheiterte aber an der eigenen Chancenverwertung. Die Szene des Spiels gehörte Giuliano Simeone (51.), der nach einem missglückten Rückpass der Arsenal-Defensive plötzlich völlig frei vor dem Tor auftauchte. Er umrundete Arsenals Schlussmann zwar gekonnt, brachte es aber fertig, den leeren Kasten nicht zu treffen. Es war die zweite spielentscheidende Situation an diesem Abend, die den Gästen aus Madrid letztlich das Genick brach und den Engländern den Weg nach Budapest ebnete.
Historische Chance für die Gunners
Für Arsenal ist es das erste Mal seit 2006, dass der Sprung in das Endspiel der Königsklasse gelingt. Nach einem Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste aus Madrid zwar phasenweise mehr Biss zeigten, aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen ließen, ist Arsenal nun nur noch einen Sieg vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte entfernt. Während Atletico Madrid die Chance auf das zweite Finale überhaupt liegen ließ, bereiten sich die Londoner nun auf den ganz großen Showdown am 30. Mai in Budapest vor.