Bitteres Erwachen für Rapid und LASK

Bundesliga

Bitteres Erwachen für Rapid und LASK

Tradiitonsvereine verpassen Saison-Ziele: Rapid nicht in Europa, LASK Fixabsteiger.

Rapid weiter sieglos
Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid kam am Mittwochabend im Heimspiel der 33. Bundesliga-Runde gegen den Tabellenvorletzten Mattersburg nicht über ein torloses Remis hinaus. Den Hütteldorfern fehlen nach dem vierten sieglosen Pflichtspiel in Serie (zwei Remis nach zwei Niederlagen) nun drei Runden vor Schluss bereits fünf Punkte auf Rang drei und den damit verbundenen Startplatz in der Europa-League-Qualifikation.

Pfiffe für Rapid
  Während die Rapidler von den nur 13.000 Zuschauer am Ende gnadenlos ausgepfiffen wurden, hatte Mattersburg im Gegensatz zu den Gastgebern doppelten Grund zur Freude. Nicht nur, dass die Burgenländer im vierten Saisonduell mit den Grün-Weißen ihren bereits fünften Punkt eroberten, sind sie nun endgültig gerettet. Bei elf Punkten Vorsprung können sie auch rechnerisch nicht mehr vom abgeschlagenen Schlusslicht LASK eingeholt werden.

Rapid war zwar von Beginn an überlegen, spielte aber gegen die ganz auf Defensive ausgerichteten Gäste zu ideenlos. So war Mattersburg-Schlussmann Borenitsch bei einem Trimmel-Drehschuss (10.) und Hofmann-Weitschuss (12. im Nachfassen) auf dem Posten. Dazu hatte er in Minute 25, als er eine abgerissene Trimmel-Flanke an den Pfosten abwehrte, auch Glück. Auf der Gegenseite musste Payer nur bei einer Spuller-Flanke eingreifen, hatte mit dieser jedoch große Mühe (31.).

Aufregung
Im Finish der ersten Hälfte sorgten zwei Szenen für Aufregung. Hofmann wurde zunächst von Malic brutal gelegt, dieser sah für diese ausschlusswürdige Aktion von Schiedsrichter Hameter nur Gelb. In der Nachspielzeit stand dann erneut Hofmann im Mittelpunkt, als er in einer Frustaktion zunächst den Ellbogen ausfuhr und dann mit Farkas im wahrsten Wortsinn zusammenstieß. Obwohl sich der Mattersburg-Außenverteidiger dabei eine blutige Nase holte, gab es nicht einmal Gelb für den Rapid-Kapitän.

Unmittelbar nach der Pause streckte Rapid-Außenverteidiger Kayhan per Ellbogen im Zweikampf Mattersburg-Kapitän Mörz nieder, auch für diese Aktion gab es keine Verwarnung. An der Spielcharakteristik änderte sich in Hälfte zwei nichts, Rapid machte weiter das Spiel, versuchte es aber weiterhin vermehrt mit der Brechstange. Schüsse von außerhalb des Sechzehners von Drazan (54./Freistoß), Kayhan (59.) und Salihi (64.) verfehlten allesamt ihr Ziel. Mattersburg hatte nach dem Wechsel eine tolle Konterchance: Nach Vorarbeit von Ilsanker und Pass von Spuller zischte ein Farkas-Schuss nur um wenige Zentimeter am langen Eck vorbei (73.).

SK Rapid - SV Mattersburg 0:0
Hanappi-Stadion, 13.000 Zuschauer, SR Markus Hameter

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LASK steigt aus Bundesliga ab
Der Abstieg des LASK aus der Fußball-Bundesliga ist seit Mittwochabend endgültig besiegelt. Die Oberösterreicher kamen in der 33. Runde auswärts gegen den SC Wiener Neustadt zwar zu einem torlosen Remis, können den Vorletzten SV Mattersburg (0:0 auswärts gegen Rapid) nun in den ausstehenden drei Runden bei elf Punkten Rückstand aber nicht mehr einholen.

Damit schloss sich in Wiener Neustadt für die Linzer, die zum fünften Mal aus dem Oberhaus absteigen müssen, ein Kreis. Zu Saisonbeginn waren sie dort noch mit 0:5 untergegangen, was den schlechten Saisonverlauf eingeleitet hatte.

Schlechtes Spiel
Kaum Zuschauer, eine dementsprechende Stimmung, wenig Tempo und nahezu keine Torchancen. Die Partie, das 50. Bundesliga-Match für Peter Schöttel als Cheftrainer, hatte den Charakter eines Freundschaftsspiels. Manfred Razenböck, der anstelle von Saso Fornezzi zu seinem Saisondebüt im Wiener-Neustadt-Tor kam, musste sein Können nur bei einem Linksschuss von Bukva aus 15 Metern beweisen (18.). Auf der anderen Seite parierte Thomas Mandl einen Helly-Schuss zur Ecke (43.) und war beim darauffolgenden Ramsebner-Kopfball ebenfalls auf dem Posten (44.).

Nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau etwas besser. Ein Simkovic-Volleyschuss sprang von der Latte zurück ins Feld (58.). Mit Fortdauer der zweiten Hälfte kämpften die Linzer vermehrt um ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt, wurden aber für ihre Bemühungen nicht belohnt. Der starke Razenböck parierte einen Metz-Kopfball über das Tor (68.) und machte einen Winkler-Schuss mit einer Fußabwehr zunichte (69.).

Die letzte Chance hatten aber wieder die Gastgeber. Bundesliga-Debütant Christopher Tvrdy, der es in der 2. Landesliga Ost im Zweierteam in dieser Saison auf 17 Treffer gebracht hat, scheiterte kurz nach seiner Einwechslung aber nach einem Salkic-Querpass aus kurzer Distanz an Mandl (85.).

SC Magna Wiener Neustadt - LASK Linz 0:0
Stadion Wiener Neustadt, 1.290, SR Dintar

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Wacker rettet Punkt gegen Ried
Der FC Wacker Innsbruck und die SV Ried haben sich am Mittwoch in der 33. Runde der Fußball-Bundesliga 1:1 (0:1) getrennt. Die Gastgeber sind damit weiter Sechster, der Cupfinalist aus Oberösterreich verlor durch das bereits sechste Remis in den jüngsten sieben Spielen den Anschluss an das Toptrio. Die Rieder liegen nun schon vier Punkte hinter dem dritten Platz, den die Wiener Austria einnimmt.

Tore und Karten
Die Gäste waren am Tivoli durch Jan Marc Riegler (32.) in Führung gegangen, den Tirolern gelang durch Marco Köfler in der Nachspielzeit (91.) aber noch der verdiente Ausgleich. In der hitzigen Schlussphase gab es in Person der Innsbrucker Marcel Schreter (78./Rot) und Harald Pichler (80./Gelb-Rot) sowie des Rieders Thomas Schrammel (83./Gelb-Rot) binnen fünf Minuten gleich drei Platzverweise.

Die erstmals seit dem Sommer mit zwei Sturmspitzen (4-4-2) angetretenen Innsbrucker kamen vor 7.800 Zuschauern nach einer Viertelstunde durch Perstaller, dessen Schuss allerdings abgeblockt wurde, zur ersten nennenswerten Chance. Danach waren zunächst die Rieder das gefährlichere Team. Weitschüsse von Lexa (18.) und Carril (24.) verfehlten das Ziel nur knapp. Wenig später parierte Planer einen Kopfball von Ried-Kapitän Glasner nach einem Eckball bravourös.

Innsbrucker versuchen es
Dann übernahmen aber die Innsbrucker, die bereits in der neunten Minute den am Oberschenkel verletzten Spielmacher Merino vorgeben mussten, die Initiative. Mehr als ein Schreter-Schuss (27.) und ein Kopfball von Bammer (28.), den Gebauer sehenswert zur Ecke abwehrte, schaute dabei aber nicht heraus.

Auf der Gegenseite ermöglichte ein Schnitzer von Planer und die schlecht postierte Wacker-Hintermannschaft den Riedern den Führungstreffer. Riegler war im Getümmel nach einem Eckball von Mader als Letzter am Ball. Kurz darauf waren die Tiroler bei einem Halbvolleyschuss von Schreter knapp am Ausgleich dran. Der Versuch des Offensivspielers ging nur wenige Zentimeter am Kreuzeck vorbei. Weitere Höhepunkt blieben bis zur Pause aus.

Gleich nach Wiederbeginn erhöhten die Tiroler die Schlagzahl, fehlende Präzision verhinderte aber vorerst Zählbares. In der 64. Minute klärte Nacho nach einem Fehler von Gebauer, der eine Freistoßflanke verfehlte, bei einem Schuss von Sturmspitze Burgic knapp vor der Linie. Die Oberösterreicher beschränkten sich nur mehr auf Konterstöße.

Später Ausgleich
Bei den Innsbruckern schien die Luft nach 75 Minuten draußen zu sein. Zu allem Überfluss sah dann auch noch Schreter nach einer angeblichen Tätlichkeit Rot und wenig später Pichler wegen eines Fouls die Gelb-Rote Karte. Kurz darauf musste aber auch der Rieder Schrammel mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Ausgleichsbemühungen der Tiroler wurden in der Nachspielzeit aber doch noch belohnt. Der eingewechselte Köfler traf bei seinem Bundesligadebüt mit einem Distanzschuss zum 1:1. In der 34. Runde trifft Innsbruck am Samstag auswärts auf die Austria, Ried empfängt Tabellennachbar Rapid.

FC Wacker Innsbruck - SV Ried 1:1 (0:1)
Innsbruck, Tivoli neu, 7.800, SR Harkam
Tore: Köfler (91.), bzw. Riegler (32.)