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UEFA-Cup-Sieg

St. Petersburg ist am Zenit

In einem über weite Strecken zähen Spiel kürten sich die Russen erstmals zum UEFA-Cup-Sieger. Sie schlugen Glasgow durch zwei späte Tore 2:0.

Zenit St. Petersburg hat sich am Mittwochabend mit einem 2:0-(0:0)-Finalsieg gegen die Glasgow Rangers als zweiter russischer Club die Fußball-UEFA-Cup-Trophäe gesichert. Igor Denisow (72.) und Konstantin Syrjanow (94.) sicherten der Mannschaft um Starcoach Dick Advocaat vor knapp 48.000 Zuschauern im ausverkauften City of Manchester Stadium den verdienten Erfolg gegen einen zu passiven schottischen Rekordmeister.

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte
Für den regierenden russischen Meister aus der Zarenstadt, der auf dem Weg ins Finale mit Olympique Marseille, Bayer Leverkusen und Bayern München drei "Hochkaräter" ausgeschaltet hatte, bedeutete dies den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nach ZSKA Moskau im Jahr 2005 wanderte der UEFA-Cup in den vergangenen vier Saisonen damit zum zweiten Mal nach Russland. In den vergangenen beiden Jahren hatte jeweils der FC Sevilla den "kleinen" Europacup gewonnen.

Die Rangers, von über 100.000 angereisten Fans in und um das Stadion lautstark unterstützt, gestalteten die Partie mit einer nicht unerwartet abwartenden Taktik. Hinter Solo-Spitze Darcheville zogen die Schotten gegen die spielstarke Zenit-Elf einen dichten Abwehrriegel auf.

Fehlende Durchschlagskraft im Angriff
Russlands Champion erarbeitete sich zwar eine deutliche Feldüberlegenheit, ohne den gesperrten Torjäger Pawel Pogrebnjak (10 Tore im UEFA-Cup) fehlte im Zentrum jedoch die nötige Durchschlagskraft. Zwei Torchancen der Russen durch Andrej Arschawin (4./Außennetz) sowie Außenverteidiger Alexander Anjukow (28.) per raffiniertem Distanzschuss waren die magere Ausbeute vor dem Pausenpfiff.

Nach Seitenwechsel reklamierte der schottische Rekordmeister nach einem Hands von Denisow im Strafraum (54.) erfolglos Elfmeter, ehe Topstar Arschawin (64.) eine weitere Großchance ausließ: Der flinke Teamstürmer ließ Rangers-Torhüter Alexander nach einem weiten Pass stehen, Ex-Austria-Verteidiger Sasa Papac wehrte den Schupfer aus 20 m jedoch noch vor der Linie ab.

Rangers unglücklich im Abschluss
Im Abschluss unglücklich versuchte sich Kapitän Arschawin danach erfolgreich als Vorbereiter. Nach einem idealen Lochpass auf Denisow ließ dieser Alexander keine Chance. Rangers-Coach Walter Smith reagierte zwar prompt und brachte mit Novo, McCulloch und Boyd weitere Offensivkräfte, der Sturmlauf in den letzten Spielminuten blieb bis auf einen Novo-Schuss über das Tor (91.) aber unbelohnt. Im Gegenstoß traf Syrjanow nach Pass des eingewechselten Kim aus kurzer Distanz zur Entscheidung.