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Hicke-Nachfolger

Stickler hat mit Slomka alles klar gemacht

Die Teamchef-Entscheidung steht unmittelbar bevor. Mit Mirko Slomka ist alles klar. ÖFB-Boss Friedrich Stickler hat sich schon festgelegt.

Der Ex-Schalke-Trainer ist der Wunschkandidat von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler (59). Er ist sich mit Mirko Slomka (40) einig, hält ihn für den Richtigen. Slomka erfüllt genau das Profil: jung, dynamisch und ein Mann mit Visionen.

Schon in den kommenden Tagen werden die Fußball-Landesfürsten und die Klubchefs der Bundesligavereine informiert. Wenn sie grünes Licht geben, wird Slomka präsentiert. Er sagt: „Es ist ein Privileg und eine Ehre, als Teamchef arbeiten zu dürfen. Mir gefällt der österreichische Weg mit den vielen jungen Spielern. Ich glaube, dass Österreichs Fußball eine große Zukunft hat.“

Nicht alle von Slomka überzeugt
Slomka spricht schon wie ein Teamchef, es gibt aber auch Kritik. Er ist nicht für alle im Vorstand des ÖFB der gewünschte „Kracher“. Stickler muss da noch Überzeugungsarbeit leisten.

Slomka war von 4. Jänner 2006 bis 13. April 2008 Schalke-Chefcoach. Im Schnitt holte er 1,8 Punkte – eine Top-Bilanz. Platz zwei in der Saison 2006/2007 bedeutete die Qualifikation für die Champions League. Dennoch wurde Slomka vor drei Monaten, nach dem Champions-League-Aus im Viertelfinale gegen Barcelona, gefeuert. Für ihn eine schmerzliche Erfahrung: „Es ist bitter, wenn du merkst, dass alle von dir abrücken.“

Die Angebote blieben aus. Während der EURO war er Kolumnist bei der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung in Essen. Auch der langjährige Freiburg-Coach Volker Finke (60) steht zur Diskussion. Er soll allerdings Georgien zur WM führen, war am Wochenende in Tiflis zu Verhandlungen.

Zweiter Mann
So gut wie fix: Andreas Herzog (39) bleibt zweiter Mann. Er dürfte der übernächste Teamchef werden. Geplant ist, dass Herzog an Slomkas Seite arbeitet und dazu eine Nachwuchsauswahl übernimmt.