Harnik

Deutsche Bundesliga

Superjoker Harnik will in die Startelf

Super-Ösi ist nach seinem Pokal-Triplepack der gefeierte Held in Stuttgar.

Ganz Stuttgart liegt einem Österreicher zu Füßen. Martin Harnik bewahrte den VfB im DFB-Pokal gegen Viertligist Chemnitz vor einer Riesenblamage. Mit drei Toren verwandelte der 23-jährige ÖFB-Teamkicker den 0:1-Rückstand im Alleingang in einen 3:1-Sieg. Dabei saß er bis Minute 76 nur auf der Bank.

Super-Ösi
Doch nach seiner Einwechslung bewies Harnik wieder einmal seine Qualitäten. Es waren heuer seine Jokertore fünf, sechs und sieben für die Schwaben. Schon gegen Molde, Odense, Bratislava und Schalke hatte er von der Bank kommend getroffen. Und im Nationalteam rettete er Österreich zuletzt in Belgien das 4:4 – natürlich als Joker. „Wenn ich reinkomme, will ich auch etwas bewegen“, erklärte der „Super-Ösi“ (Bild-Zeitung).

Neotrainer Jens Keller, der seit vier Spielen ungeschlagen ist, weiß, was er an seinem Edeljoker hat: „Es ist immer gut, wenn man weiß, dass man jemanden hat, der richtig etwas bewegt, wenn er reinkommt. Ich weiß nicht, ob das die anderen Spieler auch können.“

Schnäppchen
Dabei war Harnik ein richtiges Schnäppchen. Er kam im Sommer für 300.000 Euro aus Bremen (zuletzt an Düsseldorf ausgeliehen) zu Stuttgart. Mit der Joker­rolle zufrieden geben will er sich aber nicht: „Jens weiß ganz genau, dass ich in die Startelf möchte. Ich brauche jetzt aber keinen Alarm über die Medien schlagen. Ich lasse einfach die Leistung sprechen und am Ende entscheidet der Trainer.“ Keller grinst: „Ich kann ihn ja gar nicht von Beginn weg bringen. Er bewegt als Einwechselspieler so viel. Martin ist Gold wert, wenn er von der Bank kommt.“

Cool
Keine Chance also für den „Super-Ösi“? „Natürlich“, beruhigt Keller, „irgendwann wird auch er seine Chance bekommen.“ Ob das schon am Samstag in Wolfsburg sein wird, wollte er nicht verraten. Harnik bleibt cool: „Ich gebe im Training alles. Am Samstag werden wir sehen, ob ich beginne oder nicht.“