Aufregung um Rapids Hochrisikospiel

Um 18.30 in Wr. Neustadt

Aufregung um Rapids Hochrisikospiel

Das Polizeiaufgebot in Wiener Neustadt wurde um ein Vielfaches erhöht.

Nach einem Sicherheitsgipfel mit dem Innenministerium wurde das Polizei-Aufgebot in Wiener Neustadt um ein Vielfaches erhöht. Außerdem das private Sicherheitspersonal extra aufgestockt.

Wiener Neustadt hat Angst vor den Rapid-Rowdys! Manager Alexander Gruber schlug bei der Bundesliga Alarm: Er könne die mittlerweile 76 identifizierten Platzstürmer vom Derby nicht daran hindern, ins Stadion zu gelangen, weil sie noch immer nicht mit Stadionverboten bestraften wurden. Dazu kommt: Rapid hat an zwei Hooligans hochoffiziell Karten verkauft.

Für Gruber ein klares Indiz dafür, dass die Hütteldorfer nicht hart genug gegen ihre Problem-Fans vorgehen. Er sagt: „Diese Leute müssen büßen. Auch Vorverurteilte werden bis zur Verhandlung eingesperrt.“

Marek: „Wr. Neustadt hat keine Ahnung von Fans“

Stinksauer reagierte Rapids Fan-Beauftragter Andy Marek: „Das sind populistische Aussagen von jemandem, der keine Ahnung von Fan-Arbeit hat. Die Karten wurden schon am 4. Juli als Auswärtsabo verkauft, als wir die Platzstürmer noch gar nicht identifiziert hatten. Aber mittlerweile haben die zwei betroffenen Personen ihre Tickets zurückgegeben. Ich garantiere dafür, dass heute keiner der Platzstürmer in den Rapid-Sektor kommt.“ Denn: Der Rekordmeister ist mit 26 (!) Sicherheitsleuten selbst vor Ort, überprüft die personifizierten Eintrittskarten und Ausweise.

Das Problem: Wiener Neustadt kann da nicht mithalten. Kauft sich einer der Platzstürmer eine Sitzplatzkarte, kommt er ins Stadion. „Das kann ich nicht verhindern“, sagt Gruber ganz offen.

Liga gefordert – Rapid plant Krisengipfel

Fest steht: Die Liga ist gefordert. Solange die bundesweiten Stadionverbote nicht verhängt sind, finden die Rapid-Rowdys bei Auswärtsspielen einen Weg ins Stadion. Beim Rekordmeister hofft man bis Ende der nächsten Woche auf Klarheit, da tagt der zuständige Liga-Senat wieder. Offen ist hingegen, wie lange die Rapid-Fans noch auf Stur schalten. Der wegen der drastischen Maßnahmen ausgerufene stille Protest wird auch heute fortgesetzt. Am Montag soll das nächste Treffen zwischen Rapid und den Fans stattfinden. Gesprächsstoff gibt es genug.